Tavor

Tavor

Tavor ist ein verschreibungspflichtiges Schlaf- und Beruhigungsmittel. Es wird zur Behandlung von Epilepsien, als Narkosemittel und zur Beruhigung z. B. bei Depressionen eingesetzt. Die Tavor-Wirkung greift vor allem im Gehirn, wo die Erregbarkeit der Nervenzellen herabgesetzt wird. Nachfolgend wichtigen Informationen über das Medikament.

Der Tavor-Wirkstoff wurde 1971 entdeckt. Heute zählt das Medikament zu den am häufigsten verordneten Psychopharmaka in Deutschland. 

Dieser Wirkstoff steckt in Tavor

Das Medikament Tavor enthält als Wirkstoff Lorazepam, das zu der Gruppe 2 der Benzodiazepine gehört. In dieser Gruppe werden Benzodiazepine gelistet, die als mittellang wirksam beschrieben werden und deren Halbwertszeit bei durchschnittlich einem Tag liegt. Die Halbwertszeit gibt an, wie lange es dauert, bis die Hälfte eines eingenommenen Wirkstoffes wieder aus dem Körper ausgeschieden ist. Die Tatvor-Halbwertszeit wird mit Werten von etwa 10 bis 20 Stunden angegeben.

Wann wird Tavor angewendet?

Die Tavor-Wirkung beruht auf einer Bindung an die Andockstellen eines bestimmten Nervenbotenstoffes (GABA-A-Rezeptor) im Gehirn Dadurch wird am Ende einer Reaktionskaskade die Erregbarkeit der Zellen reduziert. Das führt zu einer angstlösenden, beruhigenden, schlaffördernden, muskelentspannenden und betäubenden (narkotisierenden) Wirkung. Da das Medikament keine schmerzlindernde Wirkung besitzt, darf es nicht als alleiniges Narkosemittel (Monoanästhetikum), sondern nur in Kombination mit anderen Narkosemitteln eingesetzt werden.

Welche Nebenwirkungen hat Tavor?

Wie die meisten Medikamente kann auch Tavor Nebenwirkungen haben. Sie sind auf die herabgesetzte Erregbarkeit der Zellen im Gehirn zurückzuführen. Dabei wird zwischen häufig beobachteten und selten bis vereinzelt auftretenden Nebenwirkungen unterschieden.

Häufige Nebenwirkungen sind ein vermindertes Reaktionsvermögen, starke Müdigkeit und Schläfrigkeit. Des Weiteren kommt es zu einer starken Toleranzentwicklung, weshalb das Medikament nur für kurze Zeit angewendet werden sollte.

Selten werden ein Libidoverlust, Muskelschwäche, ein Abfall des Blutdrucks, Mundtrockenheit und Hautreaktionen als Nebenwirkungen bei Tavor beobachtet.

Vereinzelt treten Verwirrtheitszustände, Konzentrationsschwierigkeiten, Aggressivität, Depression bis hin zu Suizidgedanken, Muskelkrämpfe, Lichtempfindlichkeit und Seh- und Sprachstörungen, Veränderungen in der Blutbildung und erhöhte Leberwert auf.

Bei vorgeschriebener Anwendung von Tavor sind die Nebenwirkungen meist nur leicht ausgeprägt. Sie bilden sich bei kontrolliertem Absetzen des Medikaments in der Regel schnell zurück.

 

Das sollte bei der Anwendung von Tavor beachtet werden

Das Medikament ist für eine Kurzzeitbehandlung von maximal vier Wochen zugelassen, weil schon nach kurzer Zeit der Einnahme eine körperliche Abhängigkeit entstehen kann. Zur Langzeitbehandlung sind andere Medikamente besser geeignet.

Es ist wichtig, dass das Medikament in enger Absprache mit dem behandelnden Arzt verschrieben und eingenommen wird. Gerade zu Beginn einer Therapie muss die wirksame Dosis im Körper streng kontrolliert werden, da es schnell zu einer Tavor-Überdosis und so zu verstärkten Nebenwirkungen kommen kann. Die Dosis muss ganz genau und individuell an den Patienten (Alter, Gewicht, Begleiterkrankungen, sonstige Medikamenteneinnahme, körperliche und psychische Verfassung) angepasst werden.

Auch ein Beenden und Absetzen der Therapie sollte nicht eigenmächtig, sondern nur in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Aufgrund der sich schnell ausbildenden körperlichen Abhängigkeit, können Tavor Symptome wie Zittern, Herzrasen, Schweißausbrüche, aber auch lebensbedrohliche Krampfanfälle auftreten, wenn man Tavor absetzen will.

Tavor und Depression

Bei einer bereits bestehenden Depression ist es wichtig, dass der Patient zusätzlich eine antidepressive Therapie erhält. Sonst können sich die depressiven Symptome verstärken.

Vorstehender Text von NetDoktor Redaktion vom 28. Mai 2018

Warum schreibe ich dies? Weil es für mich, während der Therapie in Albstadt, eine wichtige Rolle gespielt hat – nach dem Motto „Fluch und Segen“ dieses Medikaments! Vorweg, auf jeden Fall mehr Segen bzw. Glück als Fluch…

 

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