Mein Lieblingspoet, der auch ein Lebenlang melancholisch war, ist Hermann Hesse. Hier nun mein Lieblingsgedicht von, ihm geschrieben.
Stufen
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch die Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jeder Lebensstufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginn,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und uns hilft zu leben.
Wir sollen Heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmen der Gewöhnung sich entraffen.
Er wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegensenden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…
Wohlan dem Herz, nimm Abschied und gesunde!

„Blasse Tage“
Alle unsere blassen Tage
Türmen sich in stiller Nacht
Hoch zu einer grauen Mauer.
Stein fügt immer sich an Stein.
Aller Stunden Trauer
Schließt sich in die Seele ein.
Träume kommen und zerfließen
Gleich Gespenstern, wird es Tag.
In uns bleibt das ewig zage
Fassen nach dem bunten Scherben,
Und im Schatten blasser Tage
Leben wir, weil wir nicht sterben.
Mascha Kaléko
Frage
O Menschenherz, was ist dein Glück?
Ein rätselhaft geborner
und kaum gegrüßt, verlorner
unwiederholter Augenblick
– Nikolaus Lenau –
Ronja und Krümel
“ Sonne“
Wo Lilien blüh´n im finstren Mondlicht
da willst Du sein doch bist Du´s nicht
Wo Rosen blüh´n im schönsten Sonnenschein
da bist nicht – doch willst Du´s sein
Wo all Dein Müh´ an Kraft zerbricht
da bist Du nicht – doch willst, musst Du sein
Wo all Dein Müh´ im Tatendrang erlischt
sich in Fieberträume mischt
die all´ Dein Müh´n in Gluten taucht –
Wach auf, lass Dich drauf ein.
Sie steigt auf, senkt sich hernieder
sie stoppt nicht ihren Lauf
sie zieht so ewig ihre Bahn
und niemand hält sie auf
sie steigt auf, senkt sich hernieder
stoppt nie, hat keine Angst –
so füge Dich in ihren Lauf
solang Du gehen kannst.
Und wenn sie doch auf ihrer Reise
Dunkelheiten hinterlässt
ihrem Bruder sie dann weise
sanften Schimmer überlässt
wird plötzlich dann das grelle Licht
nicht mehr wichtig sein für Dich
weil Du den Weg erhellt geseh´n
und nun im ihn kannst im Dunkeln geh´n
wo Lilien blüh´n im finstren Mondeslicht –
Lass Dich drauf ein…!
Versteck Dich nicht…!
Text: Letzte Instanz
„Was immer Du tun kannst Oder wovon Du träumst – fang damit an Mut hat Genie, Kraft und Zauber in sich“
„Eine neue Tür“
Ich kann diesen Blick in deinen Augen sehen
Du benötigst etwas, das du nicht finden kannst
Du bist zu müde um den Schmerz anzuhalten
Du hast nicht die Kraft die Herrschaft auszuhalten
Du bist ab vom Weg
Ich weiß, dass du es nicht ertragen kannst
Ich weiß, dass du es nicht länger ertragen kannst
Ich weiß, dass du es nicht verdecken kannst
Ich weiß, dass du es nicht länger verdecken kannst
Jetzt ist es Zeit für dich eine neue Tür zu öffnen
Lenny Kravitz
Wenn sich das Tor des Glücks schließt, öffnet sich ein anderes, wir schauen aber oft zu lange auf das geschlossene Tor, sodass wir das geöffnete nicht sehen.
Resilienz, auch ein lebenslanger Prozess des Werdens.
Obwohl in frühen Lebensjahren entstanden, braucht Resilienz Zeit zum individuellen Wachstum; immer wieder in Prozessen und wechselnden Situationen des Lebens. Die nachfolgende Geschichte zeigt symbolisch, was damit gemeint ist. Selbsterkenntnis, Selbstverantwortung, Reflexion, Erwachsen werden und lebenslanges Lernen sind eng damit verbunden.
Veränderung
Autobiographie in 5 Kapiteln
1.
Ich gehe eine Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig. Ich falle hinein.
Ich bin verloren. Ich bin ohne Hoffnung.
Es ist nicht meine Schuld.
Es dauert endlos wieder herauszukommen.
2.
Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich tue so als sähe ich es nicht.
Ich falle wieder hinein.
Ich kann es nicht glauben, schon wieder am gleichen Ort zu sein.
Aber es ist nicht meine Schuld.
Immer noch dauert es sehr lange, herauszukommen.
3.
Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich sehe es.
Ich falle immer noch hinein, aus Gewohnheit.
Meine Augen sind offen.
Ich weiß wo ich bin.
Es ist meine eigene Schuld.
Ich komme sofort heraus.
4.
Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich gehe drumherum.
5.
Ich gehe eine andere Straße………..
Rinpoche, Tibetisches Buch vom Leben und Sterben
2 Zeitungsartikel, Dienstag 08. August 2023 Westerwaldzeitung
Pädagogin: Kinder brauchen mehr Grenzen. Marion Milbradt aus Hachenburg äußert sich zur wachsenden Gewalt durch Minderjährige…
Experte: Mehr verbale Attacken durch Kinder. Beim Jugendamt stellt Burkard Fluck Verrohung des Verhaltens unter Minderjährigen insbesondere seit Corona fest.
Leserbrief, Samstag 12. August 2023 Westerwald Zeitung
„Heute übertreiben es die Kinder“
Grundübel bei all dieser Debatte ist, meiner Meinung nach, der Handy-Konsum der Kinder und Jugendlichen. Der Umgang und die Auseinandersetzung mit dieser legalen Droge. Die Corona-Zeit hat seines dazu beigetragen. Die Kinder und Jugendlichen verbrachten noch mehr Zeit, die sie dadurch hatten, mit sozialen Medien. Was die Kinder schon in frühester Kindheit hier zu sehen bekommen, ist einfach nur ekelhaft und absolut entfremdend. Kinder werden mit diesem Stoff allein gelassen das Analoge verschmilzt mit dem Digitalen. Ein wahrerer Wettbewerb untereinander ist die Folge, die Gewalt eskaliert, es gibt kaum ein Halten, es wird ja so in den sozialen Medien dargestellt, gar verharmlost. Das Setzen von Grenzen ist kaum mehr möglich. Alle Erziehungsmaßnahmen wurden abgestellt, selbst Stubenarrest oder Handyverbot ist, nach Meinung der sogenannten Experten, seelische Grausamkeit. Welche Möglichkeit haben denn die Eltern, wenn das Reden nicht mehr hilft? Keine! Früher haben die Eltern es oft übertrieben, doch heute übertreiben es die Kinder. Die Kinder formen sich die Eltern so, wie sie es brauchen. Die Anleitung dazu erhalten sie natürlich aus den sozialen Netzwerken. Es ist auch relativ einfach zu behaupten, dass die Kinder aus Gewaltfamilien ebenfalls oder überwiegend zu Gewalt neigen. Nein, hier und heute geht das durch die gesamte Gesellschaft. Je früher die Kinder die Grenzenlosigkeit erfahren, desto schneller werden sie auch grenzenlos handeln. Da helfen auch keine Pädagogen im Kinderhort oder in der Schule – hier ist einzig die Erziehung im Elternhaus fruchtbar. Und hier stimmt es einfach nicht mehr in unserer Wohlstandsgesellschaft. Vorbild, Respekt und Autorität sind gefragt, und nicht nur im Elternhaus. Wir brauchen Lehrer die lehren, und keine die Angst haben. Wir brauchen alle das, was alle haben, sich aber nicht trauen Mut. Mut, etwas zu ändern, und das fängt beim Handy beziehungsweise Internet an.
Uwe Heuser, Nauort
Der Gelassenheitsspruch Ich wünsche mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen die ich nicht ändern kann; den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit das eine vom anderen zu unterscheiden. ------------------------------------------------ Ich wünsche mir die Gelassenheit, diejenigen zu akzeptieren, die ich nicht ändern kann, den Mut denjenigen zu ändern, den ich ändern kann, und die Weisheit, zu erkennen, dass ich derjenige bin. ------------------------------------------------ Wenn sich das Tor des Glückes schließt, öffnet sich ein anderes, wir schauen aber oft zu lange auf das geschlossene Tor, sodass wir das geöffnete nicht sehen. ------------------------------------------------
Ich habe die Hoffnung, auf eine bessere Vergangenheit, aufgegeben…
Hinter dem Pflug ist geackert …
Früher war die Zukunft auch besser …
Wer die Gegenwart genießt, hat auch in der Zukunft eine genussvolle Vergangenheit …
„Verachtet mir die Meister
nicht und ehret ihren Stand,
denn als das deutsche Handwerk
blühte, blühte auch das Land.“
Elefantenvertreibung
In einer Fußgängerzone steht ein Mann und klatscht alle 10 Sekunden in die Hände. Als ein Passant ihn fragt, was er denn tue, antwortet er: „Ich vertreibe die wilden Elefanten“. Erstaunt entgegnet der Passant: „Aber hier sind doch gar keine Elefanten.“ Worauf der klatschende Mann zufrieden lächelt und feststellt: „Sehen Sie, das Klatschen wirkt“.
Paul Watzlawick
Watzlawick wollte damit auf zwei Dinge verweisen: Einerseits auf die Sinnlosigkeit, mit großem Aufwand ein Problem zu bekämpfen, das gar nicht existiert. Andererseits aber auch um die Selbstüberschätzung mancher Menschen bloßzustellen, eine problemfreie Situation eigenen Aktivitäten zuzuschreiben.
An die Melancholie Du geleitest mich durchs Leben, Sinnende Melancholie! Mag mein Stern sich strahlend heben, Mag er sinken - weichest nie! Führst mich oft in Felsenklüfte, Wo der Adler einsam haust, Tannen starren in die Lüfte Und der Waldstrom donnernd braust. Meiner Toten dann gedenk ich, Wild hervor die Träne bricht, Und an deinen Busen senk ich Mein umnachtet Angesicht. Frage O Menschenherz, was ist dein Glück? Ein rätselhaft geborner und kaum gegrüßt, verlorner unwiederholter Augenblick... Nikolaus Lenau
Ich bin Ich
Ich vergesse es nie: Ich will nicht darum trauern was ich verloren habe, ich freue mich über das, was ich gefunden habe.
Ich vergesse es nie: Ich will nicht darüber klagen was mir genommen wurde, ich freue mich über das, was ich erhalten habe.
Du bist Du
Vergiss es nie:
Das du lebst, war keine eigene Idee,
und das du atmest, kein Entschluss von dir.
Vergiss es nie:
Das du lebst, war eines anderen Idee,
und das du atmest, ein Geschenk an dich.
Du bist gewollt:
Kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur,
ganz egal, ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur,
du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu.
Du bist du, das ist der Cloud, ja du bist du.
Vergiss es nie:
Niemand denkt und fühlt und handelt so wie du,
und niemand lächelt, so wie du es gerade tust.
Niemand sieht den Himmel ganz genau wie du,
und niemand hat je, was du weißt, gewusst.
Vergiss es nie:
Dein Gesicht hat niemand sonst auf dieser Welt,
und solche Augen hast allein du.
Vergiss es nie:
Du bist reich, ob mit, ob ohne Geld;
denn du kannst leben! –
Niemand lebt wie du.
