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Rückblick – Vergangenes

Juni 2025  

Zum Gedenken an meinen Bruder Dirk

Dirk hat den Kampf gegen den Krebs, Sonntag 22.06.2025 – 13:25 Uhr, verloren und wurde von seinen Schmerzen erlöst…         

Wir haben uns von Dirk  -Dienstag 01.07.2025-  auf dem Westfriedhof/Höhr-Grenzhausen verabschiedet.

Erinnerungen an Dirk

Man sagt, dass die Zeit alle Wunden heilt, doch der Verlust eines geliebten Menschen hinterlässt einen Abdruck, der unauslöschlich ist. Dirk, der den Kampf gegen den Krebs verlor, hat in unserem Leben eine Lücke hinterlassen, die niemand füllen kann. Es tut weh, sich an Augenblicke zu erinnern, die es nie wieder geben wird.

 „Du hast ein gutes Herz besessen, nun ruht es still, doch unvergessen;  es ist so schwer es zu verstehen, dass wir dich niemals wiedersehen.“

Es ist nie der richtige Zeitpunkt, es  ist nie der richtige Tag, es ist nie alles gesagt, es ist immer zu früh. Eine Stimme, die uns vertraut war, schweigt. Ein Mensch, der immer da war, ist nicht mehr. Dirk, du wirst uns sehr fehlen. Was bleibt, sind dankbare Erinnerungen, Gedanken, Gefühle, schöne Stunden und Momente, die unvergessen und einzigartig bleiben, die uns niemand nehmen kann. Dennoch, inmitten der Trauer, sind es die Erinnerung schöner Augenblicke, die uns Trost schenken und das Herz erwärmen, sie geht es festzuhalten, einzufangen und im Herzen zu bewahren.

Dirk liebte, lebte für seine Familie und das war sein Leben. Er hatte die Gabe, die kleinen Dinge zu schätzen und die Menschen um sich herum mit seinem Optimismus zu inspirieren. Menschen zu retten war nicht Hobby, war Leidenschaft. Mit seiner Hündin Gaya, ein unschlagbares Team, eine Mensch Tier Liebe, auch in Gefahren bei Rettungseinsätzen und durchzuführenden Aufgaben, eine einzigartige Zweisamkeit.

„Dass mir der Hund das Liebste sei, sagst du oh Mensch, sei Sünde? Der Hund bleibt mir im Sturme treu der Mensch nicht mal im Winde.“         -Franz von Assisi-  

Auch während seiner Krankheit zeigte er eine Stärke und Tapferkeit, die uns jeden Tag aufs Neue berührte. Er gab nie den Glauben an das Gute auf, auch nicht in seinen schwersten Momenten. Er zeigte uns, wie wichtig es ist, selbst in der dunkelsten Stunde Hoffnung zu bewahren. Obwohl ihn der Krebs viel zu früh von uns genommen hat, lebt er weiter – in den Geschichten und Augenblicke, an die wir denken, in den Werten, die er uns vermittelte, und in den Erinnerungen, die wir in unseren Herzen tragen. Vielleicht ist es die größte Lektion, die er uns hinterlassen hat: Das Leben ist zerbrechlich, aber die Liebe, die wir teilen, ist ewig.

Heute, wenn wir an ihn denken, mischt sich die Trauer mit Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür, dass wir ihn in unserm Leben hatten und für die Momente,  die wir teilen durften. Ihn leiden zu sehen, hat uns nicht nur berührt, es hat uns zerrissen  Dirk, du bist nicht mehr hier, aber du bist überall in unserer Nähe.       

R.I.P.  Ulrike und Uwe

September 2024

Zum Gedenken an unser Krümelchen…

Krümel ist, Sonntag 08.09.2024 in der Mittagszeit, auf unserer Urlaubstour, in unserem Wohnmobil -wärend der Fahrt- im Gang zwischen Fahrer- und Beifahrersitz, nach kurzer schwerer Krankheit, friedlich eingeschlafen. Wir sind unendlich traurig und doch dankbar, wie sie sich verabschiedet hat.                          In stiller Trauer Ronja – Ulrike – Uwe. 

Zur Einäscherung von Krümel, am 11. September 2024

Fotos und Worte der Depression

Melancholie

 

„Es gibt Hoffnung, auch wenn mein Gehirn mir sagt, dass es keine gibt.“

Unendlich wertvoll:                                                                                            Menschen, die keine Reden schwingen sondern einfach da sind, wenn es einem mies geht …

„Und irgendwann habe ich festgestellt, dass es wirklich einfacher ist zu schweigen.“

„Menschen kann ich nicht ändern, doch ich kann selbst bestimmen, wen ich an mich heranlasse.“

„Ich weiß nicht, was Du gewonnen hast, aber ich hoffe es hat sich gelohnt für das, was Du Verloren hast.“

Großes entsteht aus kleinenBausteinen. Der ganz großeErfolg ist meistens eine Summe von Kleinigkeiten.

Ein Augenblick der Geduld, kann vor großem Unheil bewahren. Ein Augenblick der Ungeduld, ein ganzes Leben zerstören.

Die Nacht ist wie ein großes Haus. Und mit der Angst der wunden Hände reißen  sie Türen in die Wände – dann kommen Gänge ohne Ende, und nirgends ist ein Tor hinaus. 

„Irgendwann war ich nicht mehr enttäuscht von dem, was ein anderer Mensch tut oder nicht tut, vielmehr über meine eigene Dummheit, ernsthaft noch etwas anderes erwartet zu haben.“

„Warum hast Du Depressionen? Das Leben ist doch schön!“                                   „Und  warum hast Du Asthma? Es gibt doch genug Luft zum Atmen!“

„Ich kann stolz auf mich sein. Niemand sieht meine Narben und Verletzungen. Niemand kennt die Anstrengung, den Mut und die Ausdauer, die ich brauchte, um heute da zu sein, wo ich bin.“

Selbst Gott kann die Vergangenheit nicht ändern…

Die Zukunft zeigt sich in uns – lange bevor sie eintritt.

„Wem wirklich was an mir liegt, der behandelt mich nicht schlecht. Denn er hat genauso viel Angst mich zu verlieren, wie umgekehrt.“

„Ich versuche immer ganz nett zu sein… .                                                                     Aber manchmal spielt da mein Mund einfach nicht mit.“

„Erst wenn ich am Abgrund stehe und nicht mehr weiter weiß …                                  … erkenne ich, wer mich zurück reißt und wer mich springen läßt

“Hoffnung ist das Licht am Ende des Tunnels.”                                                 

„Nicht verzweifeln, auch nicht darüber, dass du nicht verzweifelst. Wenn schon alles zu Ende scheint, kommen doch noch neue Kräfte angerückt, das bedeutet eben, dass du lebst.“

„Was habe ich nur falsch gemacht, dass es so leiden muss?“

„Depression ist extremer seelischer Schmerz, ich fühle mich wertlos, hoffnungslos, allein, hässlich, erschöpft, dumm, beschämt, leer und dass einen niemand liebt.“

„Und das Schlimmste ist, dass ich einfach keinen Ausweg aus dieser Hölle sehe.“

„Ich versuche mich zu verstecken, um meine Gefühle zu verbergen, aber ich habe vergessen, dass meine Augen sprechen.“

„Und etwas in mir ist einfach … zerbrochen … , anders kann ich es nicht beschreiben.“ 

„Ich wünschte, ich könnte in eine Zeit zurückkehren, in der ich lächeln konnte und es mich nicht alles kostete, es zu tun.“

„Es kostet soviel Kraft, niemanden zu zeigen, wie kaputt ich eigentlich bin.“

Egal, wie oft ich wieder hinfalle. Egal, wie tief es diesmal ist. Es wird immer ein kleines Stück in mir geben, was mir zuflüstert:

„Steh wieder auf, mach weiter! Du bist noch nicht am Ende! 

„Die Heilung meiner Depressionen erfordert von mir ein lebenslanges Engagement. Ich bin diese Verpflichtung eingegangen, um meines Lebens willen und um derer willen, die mich lieben.“ 

„Ich wünschte, ich könnte in eine Zeit zurückkehren, in der ich lächeln konnte und es mich nicht alles kostete, es zu tun.“

 

Der Charakter eines Menschen ist sein größte Stärke, nicht sein größte Schwäche

                               

                              Paul Watzlawick aus dem Buch:                                                                                                                                                                „Anleitung zum Unglücklichsein.“
Eines der bekanntesten Beispiele aus dem Buch

Die Geschichte mit dem Hammer

Es läuft folgendermaßen ab:
Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar ihm den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er ihn nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Aber vielleicht war die Eile nur vorgeschützt, und er hat etwas gegen ihn. Und was? Er hat ihm nichts angetan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von ihm ein Werkzeug borgen wollte, er gäbe es ihm sofort. Und warum sein Nachbar nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen ausschlagen? Leute wie der Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet der Nachbar sich noch ein, er sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht’s ihm aber wirklich. Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch noch bevor er „Guten Morgen“ sagen kann, schreit ihn unser Mann an: „Behalten Sie Ihren Hammer, Sie Rüpel!“

Die Geschichte mit dem Hammer verdeutlicht auf anschauliche Weise, wie sehr wir uns mit eigenen Gedanken manchmal selbst im Weg stehen.
So neigen negative Gedanken dazu weitere negative Gedanken zu erzeugen, nach sich zu ziehen.
Wir verbringen viel Zeit unsere Mitmenschen mit ihren Verhaltensweisen zu studieren und zu analysieren, oftmals jedoch ohne zu wissen was wirklich und tatsächlich dahinter steckt.

Die Salatschüssel

John hatte seine Mutter zum Essen in seine Zweier WG eingeladen. Während de Essens stellte seine Mutter fest wie schön seine Mitbewohnerin eigentlich ist.

Schon seit längerem spielt sie mit dem Gedanken, dass die beiden eine Beziehung haben könnten und das verunsicherte sie.

Während des Abends wobei sie die beiden beobachtete, begann sie sich zu fragen, ob wirklich mehr vorhanden war zwischen John und seiner Mitbe-wohnerin, was man mit normalen Augen nicht zu sehen bekam.

Ihre Gedanken lesend sagte John: „Ich weiß was du denkst, aber ich versichere dir, das wir nur miteinander wohnen.“

Etwa eine Woche später sagte Juli zu John: „Seit deine Mutter bei uns war, fehlt mir die silberne Salatschüssel ich kann sie nicht mehr finden.“

John antwortete: „Ich glaube kaum, dass Mutter sie mitgenommen hat, aber ich werde ihr schreiben.“

So schrieb er seiner Mutter.

Liebe Mama, ich sage nicht, dass Du unsere Salatschüssel mitgenommen hast, aber ich sage auch nicht, dass es nicht so ist. Aber der Punkt ist, dass seit Deinem Besuch bei uns die Salatschüssel verschwunden ist.

In Liebe Dein John

Mehrere Tage später kam ein Brief der Mutter bei John an.

Lieber John, ich sage nicht, dass Du mit Juli schläfst, aber ich sage auch nicht, dass Du nicht mit ihr schläfst. Aber der Punkt ist, wenn sie in ihrem eigenen Bett geschlafen hätte, hätte sie die Salatschüssel schon längst gefunden.

In Liebe Mom.

 


                   Eine Minute für mich
 WIE:
-ICH bringe meine verschiedenen Lebensbereiche ins Gleichgewicht, indem ich für mich ebenso gut sorge wie für meine Familie, meine Freunde und meine Arbeit.
-ICH behandele mich selber so, wie ich von anderen behandelt werden will.
-ICH halte an, verschaffe mir den Überblick und horche in mich hinein.
-ICH nehme mir täglich mehrmals eine Minute Zeit, um mich zu fragen: "Kann ich jetzt, in diesem Augenblick, besser für mich sorgen?"
-ICH weiß, dass ich die Antwort in mir trage. Ich werde ruhig und höre auf das verborgene Wissen meines eigentlichen Ich´s. Ich kann warten, bis es mir antwortet.
-ICH erkenne, was für mich gut ist, und richte mich danach.
-ICH gebe mir, was ich brauche. Ich empfange von mir, was ich brauche.
-ICH fühle mich glücklicher...

WARUM:
ICH werde glücklicher, wenn ich für mich ebenso gut sorge wie für Menschen in meiner Umgebung. Je aufmerksamer ich zu mir bin, desto weniger Grund habe ich, über mich oder andere ärgerlich zu sein. Und desto liebenswürdiger werde ich... 



                     Fürsorge für Dich

-Das Du ist das "Ich" in dir. du und ich sind fundamental gleich. Wenn ich das bedenke, kann ich dir helfen, besser für dich zu sorgen.
-Ich weiß, dass deine Fürsorge für dich ebenso wertvoll ist wie meine Fürsorge für mich.
-Es gibt viele verschiedene Wege, wie ich dir helfen kann.
-Einer dieser Wege, dir zu helfen, besteht darin, dich zu ermutigen, gut für dich zu sorgen. Denn wenn du das wagst, kannst du nur gewinnen.
-Wenn du glücklicher bist, fühlen sich andere -mich eingeschlossen- in deiner Nähe wohler.
-Ich zeige dir am besten durch mein -praktisches Beispiel-, wie wohltuend es für mich und meine Umgebung ist, wenn ich mir Zeit nehme, besser für mich zu sorgen.
-Ich fühle mich innerlich ausgeglichen und liebevoll, wenn ich andere dazu ermutige, besser mit sich umzugehen. Und wenn ich ihnen dabei mit Rat und Tat zur Seite stehe.
-Durch liebevolle Selbstfürsorge trägst du -genau wie ich- zum Wohlergehen der Menschen in deiner Umgebung bei.



                     Fürsorge für Uns:

Ich komme besser mit anderen Menschen aus, wenn ich bedenke:
-Nachdem jeder von uns gut für sich gesorgt hat, können wir einander unser eigentliches Ich, unser wahres Selbst zeigen.
-Wenn wir glauben, eine Beziehung könne alle unsere Grundbedürfnisse erfüllen, erwartet uns eine schmerzhafte Enttäuschung.
-Wenn jeder von uns sich selber stützt und stärkt, können wir uns anschließend gegenseitig besser stützen und stärken. Wir können liebevoller zueinander sein und uns mehr aneinander freuen.
-Wichtiger als Geliebtwerden ist selber lieben.
-Wenn jeder von uns besser für sich sorgt, haben wir zwar vielleicht im Augenblick kleine Meinungsverschiedenheiten, gehen aber viel schwereren Konflikten in der Zukunft aus dem Weg.
-Unsere Verpflichtung lautet, nicht vor uns selber wegzulaufen, sondern gut für uns selbst und gut füreinander zu sorgen.
-Unsere Beziehung kann uns beide glücklich machen: wenn ich eine habe zu mir selbst und du eine hast zu dir selbst.

 

Eine Liste persönlicher Rechte

  1. Ich habe die Wahl, glücklich oder unglücklich zu sein, Leben heißt mehr als Überleben.
  2. Ich habe das Recht, zu allem nein zu sagen, wenn ich mich nicht zu einer Sache bereit fühle oder unsicher bin.
  3. Mein Leben sollte nicht von Furcht bestimmt werden.
  4. Ich darf alle meine Gefühle wahrnehmen.
  5. Ich bin sehr wahrscheinlich nicht schuldig, auch wenn ich mich so fühle.
  6. Ich habe das Recht , Fehler zu machen.
  7. Ich brauche nicht zu lächeln, wenn ich eigentlich weine.
  8. Ich darf ein Gespräch, eine Begegnung beenden, wenn Menschen mich klein machen und verletzen.
  9. Ich darf gesünder sein als Menschen in meiner Umgebung
  10. Es ist in Ordnung, wenn ich entspannt und fröhlich bin und Freude haben.
  11. Ich habe das Recht, mich zu verändern und zu wachsen.
  12. Es ist wichtig für mich, meine Grenzlinien abzustecken und auf mich zu achten.
  13. Ich darf auf jemanden ärgerlich sein, den ich liebe.
  14. Ich muss auf mich achten, und zwar unabhängig von den jeweiligen Umständen.
  15. Ich brauche nicht perfekt zu sein, um perfekt glücklich zu sein.
  16. Ich brauche nicht perfekt zu sein. Punkt. Niemand sonst ist es.

Und es

war immer so,

das die Liebe ihre eigene

Tiefe nicht erkennt,

bis zur Stunde der

Trennung

 

Der Liebende

Nun liegt Dein  Freund

wach in der milden Nacht,

noch warm von Dir,

noch voll von Deinem Duft,

von Deinem Blick und Haar und Kuß

oh, Mitternacht, oh Mond und Stern

und blaue Nebelluft !

 

In Dich, Geliebte steigt mein Traum,

tief wie in Meer, Gebirg und Kluft hinein,

verspritzt in Brandung und

verweht zu Schaum, ist Sonne, Wurzel, Tier.

 

Nur um bei Dir, um nah bei Dir zu sein.

 

Saturn kreist fern und Mond,

ich seh sie nicht,

seh nur die Blumenblässe dein Gesicht,

und lache still und weine trunken.

 

Nicht Glück, nicht Leid ist mehr,

nur Du, nur Du und ich, versunken,

ins tiefe All, ins tiefe Meer.

 

Darin sind wir verloren,

drin sterben wir und werden neugeboren.

                                                                 H. H.

Eisenbahnabteil

 Ein Jude sitzt in der alten Heimat in einem Eisenbahnabteil. Ein sehr viel jüngerer Mann, offensichtlich ebenfalls Jude, steigt ein und setzt sich mit einem flüchtigen Gruß ihm gegenüber.

Als der Zug sich in Bewegung setzt, fragt er: „Entschuldigen Sie, können Sie mir sagen, wie spät es ist?“

Der alte Mann gibt keine Antwort.

„Verzeihung, können Sie mir bitte sagen, wie spät es ist?“

Der Alte sieht aus dem Fenster ohne zu antworten.

Der Jüngere wird ärgerlich.

„Hören Sie mal, ich habe Sie höflich gebeten mir die Uhrzeit zu sagen, warum antworten Sie  denn nicht?“

Der alte Mann sagt:

  • Also gut, ich werde Ihnen antworten.
  • Wenn ich sage, wie spät es ist, fangen wir auch eine Unterhaltung an.
  • Sie werden dies und jenes über mich herausfinden.
  • Dass ich Rabbi in der Stadt Soundso bin.
  • Dass ich zwei Töchter habe.
  • Dass eine davon nicht verheiratet ist.
  • Sie werden Fotos von unserer Familie sehen.
  • Sie werden entdecken, dass meine unverheiratet Tochter sehr hübsch ist.
  • Sie werden sie besuchen.
  • Sie werden sich in meine Tochter verlieben.
  • Sie werden sie heiraten.

„Nun wäre das so schlimm? Ich bin ein anständiger Mann, und ein Jud.“

„Vielleicht, sagt der alte Mann

aber ich will keinen Schwiegersohn, der sich keine Uhr leisten kann.“

                                  Salcia Landmann, Freiburg 1965

 

Brief einer Dreizehnjährigen an die Mutter

Eine Mutter kommt in das Zimmer ihrer Tochter und findet einen Brief auf dem Bett. Das Schlimmste ahnend, macht sie in auf und liest Folgendes:

Liebe Mami es tut Dir leid, Dir sagen zu müssen dass ich mit meinem neuen Freund von zu Hause weg gegangen bin. Ich habe bei ihm die wahre Liebe gefunden und Du solltest ihn sehen er ist soooooo süß…mit seinen vielen Tattoos und den Piercings und vor allem mit seinem Megateil von Motorrad.

Aber das ist noch nicht alles Mama, ich bin schwanger und Abdul sagt, wir werden ein schönes Leben haben…. In seinem Wohnwagen mitten im Wald. Er will noch viele Kinder mit mir und  das ist auch mein Traum.

Und da ich drauf gekommen bin, das Marihuana eigentlich gut tut, werden wir das Gras auch für unsere Freunde anbauen, wenn denen einmal das Koks oder Heroin ausgeht, damit sie nicht so leiden müssen.

In der Zwischenzeit hoffe ich, dass die Wissenschaft endlich ein Mittel gegen Aids findet, damit es Abdul besser geht, er verdient es wirklich. Du brauchst keine Angst zu haben Mama, denn ich bin ja schon 13 und kann ganz gut auf mich selbst aufpassen….

Und das bisschen Lebenserfahrung, das mir fehlt, kann Abdul mit seinen 44 Jahren gut ausgleichen.

Ich hoffe, ich kann Dich bald besuchen, damit Du Deine Enkel kennen lernst. Vorher fahren wir noch zu Abuls Eltern, um dort zu heiraten. Dann hat er es hier leichter mit dem Aufenthalt.

 Deine geliebte Tochter.

 PS:
Alles Blödsinn, Mami, ich bin bei den Nachbarn!
Wollte Dir nur sagen, dass es schlimmere Dinge im Leben gibt, als das Zeugnis, das aufm Nachtkästchen liegt.

Der dünnste Draht der Welt…!

Die Hunsrücker entwickelten den dünnsten Draht der Welt. Als dieser fertig war wollten sie wissen, welchen Durchmesser er hat. Der Draht ist aber so dünn, dass sie ihn nicht messen konnten.
 
Sagt der eine Hunsrücker: „Schicken wir ihn eben in den Westerwald. 
Die sind hoch technisiert. Die können ihn vielleicht messen.“ 
Sagt der andere: „Nein, die Blöße geben wir uns nicht. Schicken wir ihn erst mal in die Eifel. Die sind auch hoch entwickelt.“ 
Also packen sie den Draht in eine Kiste und legen einen Zettel bei, ob sie den Durchmesser messen können. Nach 2 Wochen kommt die Kiste wieder. 
Der Kiste liegt ein Antwortzettel bei:
„Leider können wir diesen Draht nicht messen. Zu dünn.“  
 
Darauf sagt der eine Hunsrücker wieder: “ Müssen wir ihn doch in den Westerwald schicken.“  
Sagt der andere: „Nein, wir schicken ihn nach Koblenz. 
Dort werden doch auch Mikrochips hergestellt. Die können ihn bestimmt messen.“
Gesagt getan. Sie legen wieder einen Zettel bei, ob sie den Draht messen können. Es dauert wieder ca. 2 Wochen, dann kam die Kiste wieder. 
Auf der Antwort steht: „Leider können wir diesen Draht nicht messen. 
Er muss zu dünn sein.“  
 
Sagt der eine Hunsrücker: „Jetzt bleibt uns nur noch der Westerwald.“  
Sagt der andere: „Hmm. Na gut, schicken wir ihn in den Westerwald.“
Also den Draht wieder ihn eine Kiste und verschickt. 
Aus lauter Frust haben sie vergessen einen Zettel beizulegen, was sie eigentlich wollen. 
Es dauert 2 Wochen, 3 Wochen, 4 Wochen, keine Kiste. Nach 6 Wochen kommt die Kiste wieder. Es liegt ein Zettel bei:
 
„Also wir wussten ja nicht was wir mit diesem Draht machen sollten. 
Also haben wir mal ein Gewinde drauf geschnitten, ein Loch durchgebohrt und „Made im Westerwald“ drauf gefräst. Wir hoffen das ist in eurem Interesse.“ 

 


Liebe

Es gibt 
eine Oase in der Wüste 
des Lebens.

Wir trinken ihr 
heilsames Wasser mit den 
Augen.

Ja, es strömt durch 
unseren Blick und entspringt in 
unserem Herzen.

Was für ein 
wunderbarer Trank.

Er erlöst 
unseren Schmerz und löscht 
den Brand.

Und wird 
von allen Liebe 
genannt!





Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe



                           Die Hummelstory

Wenn jemand sagt oder denkt,
„Ich kann das nicht“, beraubt er/sie sich
seiner/ihrer Möglichkeiten und begrenzt
seine/ihre Kompetenzen.
Denke bitte nun mal an die Hummel.
Sie hat O,7qcm Flügelfläche — sie wiegt 1,2 Gramm.
Ein Fliegen ist nach den aktuellen Erkenntnissen
der Flugtechnik
unter diesen Bedingungen nicht möglich.
Die Hummel weiß das nicht.
         
Sie fliegt einfach… 

 

Einfach Mensch sein

Wir haben die Welt zu einem gefährlichen Pulverfaß gemacht, voll mit atomarem Sprengstoff ca. 2 000 000mal die Sprengkraft von Hiroshima, mit einem Krieg vor unserer Haustür in Europa, wer hätte das gedacht.

Wir haben die Welt vergiftet tote Fische in toten Gewässern. Meere als Müllhalden missbraucht, Fische die an Mikroplastik- Nahrung verhungern.

Unwetter die Unheil, Tod und Verwüstung bringen, verursacht durch die Welt-Klimaerwärmung. Eis-Trinkwasserspeicher die dadurch abschmelzen, Trinkwasser-Reserven die verloren gehen. Es drohen Krieg ums kostbarer Trinkwasser.

Sterbend Bäume in sterbenden Wälder. Wir haben die Welt geplündert. Vergeudung der Rohstoffe, Verschwendung der Nahrungsmittel in den reichen Ländern und bitterstes Elend und Hunger bei den Armen. Nicht abnehmende Flüchtlingswellen aus Armut und Krieg. Es werden immer mehr Rechtsdenkende Staaten gewählt, geführt von Autokraten und Diktatoren.

Auf dieser Welt, hier in Europa, ist Krieg.

Die Welt eine Wüste! Wer wird sie retten? Nicht die Politiker, nicht die Generäle, nicht die Technokraten auch nicht das Internet.

Die „Welt-Wüste“ kann nur gerettet werden durch „Oase-Menschen.“ Menschen mit einem neuen Bewußtsein für die Werte, die uns durch den technisch-wissenschaftlichen Fortschritt geraubt wurde. Nicht andere Menschen, sondern veränderte Menschen, die einfacher, zufriedener, menschlicher leben.

Mitten in der Wüste wächst die Oase. Oase-Menschen machen keine Revolution.

Oase-Menschen sind die Revolution.

Wo eine Blume wieder blühen kann, da wachsen eines Tages tausende Blumen.

 

Warum sollte man noch kämpfen?

Eine kritische Bestandsaufnahme im Status Quo

Für wen oder was sollten wir eigentlich noch kämpfen?!

Immer wieder hört man Aufrufe zur Verteidigung des Landes. Doch stellt sich die Frage: Welches Land ist gemeint? Ist es überhaupt noch unser Land? Was genau soll verteidigt werden, und vor allem: Wen?

Wer ist überhaupt gemeint?

Viele Menschen aus verschiedenen Ländern sind nach Deutschland gekommen, darunter Ukrainer sowie Afghanen, Iraker, Marokkaner, Iraner, Tunesier und weitere. Diese Gruppen bringen unterschiedliche Werte, Kulturen und Religionen mit und einige fordern Veränderungen, die nicht mit unseren Traditionen vereinbar sind. Es gibt Berichte über Angriffe auf Kinder und Polizisten. Soll man wirklich für diese Menschen kämpfen und sie verteidigen?

Viele wehrfähige Männer aus der Ukraine sind nach Deutschland gekommen, statt ihre Heimat zu verteidigen. Sollen wir unser Leben riskieren, während sie sich hier in Sicherheit bringen? Die Sorge, was sie tun könnten, wenn unsere Männer in den Krieg ziehen, ist präsent.

Medien, Politik und Gesellschaft

Die Medien feiern die Entwicklung als „Sieg der Meinungsfreiheit“. Die Grünen ermöglichen die Einreise vieler Menschen, teilweise ohne Papiere. Politiker äußern sich abwertend über Vaterlandsliebe, während sie gleichzeitig neue Kriege befürworten. Die Gesellschaft diskutiert über Gender und Identität, während dieselben Politiker früher Soldaten als „Kindermörder“ bezeichneten und heute vom Krieg gegen Russland sprechen. Sollen wir diese Menschen verteidigen?

Soziales und wirtschaftliches Gefälle

Sozialschmarotzer aus aller Welt leben dank Bürgergeld bequem, während wir arbeiten und Steuern zahlen. Die Rentenversicherung zahlt später kaum mehr als Personen, die nie einen Finger gerührt haben.

Die Politiker, die uns vor der Wahl anlügen und nach der Wahl das Gegenteil tun? Die unser Steuergeld in der ganzen Welt verpulvern, unsere Wirtschaft ruinieren und unsere Infrastruktur verrotten lassen, während sie sich selbst Posten zu schachern, Diäten ins Uferlose erhöhen, während der einfache Mann kaum noch weiß, wie er seine Familie ernähren und Mieten, Rechnungen und Versicherungen bezahlen soll ? Politiker die Bodentruppen und Langstreckenwaffen in die Ukraine schicken wollen uns damit zur Kriegspartei machen, aber bei jeder Gelegenheit kommentieren, dass ihre Kinder niemals kämpfen würden!!             WER SOLL DAS ALLES VERTEIDIGEN?!

Wen soll man noch verteidigen?

Die Regierung hat dafür gesorgt, dass Volksfeste wegen Terrorgefahr abgesagt werden, Weihnachtsmärkte unter Polizeischutz stehen, Frauen sich nicht mehr sicher fühlen und Kinder ermordet werden. Diese sollen wir beschützen? Kinder bringen andere Kinder um, Schulhöfe sind zu Problemzonen geworden, während Lehrer und Ausbilder kaum Unterstützung erfahren und ein Maulkorb erhalten. Die Leistungsmotivation junger Menschen fehlt, und viele Eltern übernehmen keine Verantwortung mehr. Windelwechsel in der Kita, Realschul-Plusabgänger ohne ausreichende Deutsch- bzw. Mathematikkenntnisse und Abitur am Computer, kleiner Gesellen- und Meisterbrief, alles und jedes immer mehr nach unten schrauben bzw. prüfen. Immer mehr wird das Bildungsniveau gesenkt – „down leveln“ ist an der Tagesordnung. Ausbilder und Pädagogen berichten von eigenen Erfahrungen, wie sie allein gelassen werden und die Angst vor negativer Presse allgegenwärtig ist. Wo ist die Lern-Leistungsbereitschaft der jungen Menschen?

Fazit

Die Schlussfolgerung ist eindeutig: Es gibt keinen Grund mehr, für dieses Land zu kämpfen. Deutschland ist nicht mehr das Land der Dichter und Denker, der fleißigen und ehrlichen Menschen. Es ist lediglich der Ort, an dem wir leben und arbeiten, während andere von unseren Leistungen profitieren. Es gibt nichts mehr, was verteidigt werden sollte – und auch nichts, das ein anderes Land übernehmen wollen würde.

Persönliches Statement

Und für alle, die sich über meine Meinung beschweren wollen: Ich stehe in keinem Dienstverhältnis und habe auch nicht vor, die Uniform, die ich und meine Kameraden einst voller Stolz und Überzeugung getragen habe, jemals wieder anzuziehen – aus den oben genannten Gründen und nicht, weil ich zu alt bin… .             

Uwe Heuser im Februar 2026                                                                                                Bootsmann a. D.

  

HEUTE

Es ist leider nichtmehr möglich direkt, über den „Beitrag Kontakt“, E-Mails an mich zu senden, leider zu viele Betrugsversuche und andere, nicht zu akzeptierente, Kontaktversuche. Ich freue mich jedoch über den Gedankenaustausch über: uheuser.shk@web.de

Westerwälder zu sein ist das Höchste, was ein Mensch jemals erreichen kann.

♦ HEUTE ♦

♣Montag – 7. September 2026♣ 

Seit 1657 Tagen ist Krieg in der Ukraine

„Den größten Fehler, den wir im Leben machen, ist zu glauben, wir hätten Zeit.“

„Das Leben ist zu kurz für irgendwann.”

„Angst und Panikattacken sind kein Anzeichen von Schwäche. Sie sind Anzeichen dafür, dass ich zulange versucht habe, zu stark zu sein. Niemand kann sowas verstehen, wenn es ihm nicht schon selbst so ergangen ist.”

2025

Aktuelles

 Die Welt wird nicht von denen zerstört,                             die böses tun, sondern von denen,                                 die ihnen zusehen,                                                       ohne etwas zu unternehmen.      – A. E. – 

         

Lebensweisheiten und Erkenntnisse

Vertrauen in den Sinn des Lebens

Ich glaube, dass alles aus einem Grund geschieht. Menschen verändern sich, damit sie lernen loszulassen; Dinge gehen schief, damit sie mehr geschätzt werden, wenn sie gelingen. Man glaubt manchmal Lügen, um schließlich zu lernen, sich selbst zu vertrauen. Und manchmal zerbrechen gute Dinge, damit Besseres entstehen kann.

Jemand fragte mich, warum ich Menschen so leicht loslasse. Meine Antwort: Ich lasse niemanden leicht los. Ich gehe erst, wenn mir jemand oft genug gezeigt hat, dass er mit mir nichts anfangen kann und ich ihm egal bin.

Ich muss nicht jeden Menschen aus meinem Leben streichen, der mich einmal respektlos verletzt hat. Aber ich achte darauf, wer mich immer wieder verletzt und mir das Gefühl gibt, zu viel zu erwarten. Selbstwert zeigt sich nicht daran, wie viel ich ertrage, sondern daran, was ich nicht mehr akzeptiere. Manche Menschen verlieren mich nicht, weil ich aufgegeben habe, sondern weil ich begonnen habe, mich selbst ernst zu nehmen. Ruhig zu bleiben, wenn ich respektlos behandelt werde, ist eine Superkraft.

Ein schwerer Moment in meinem Leben war der, an dem ich erkannte, wie oft ich Respektlosigkeit und Verletzungen hingenommen und Ausreden geglaubt habe, nur um mich gemocht zu fühlen. Ich habe meinen eigenen Wert viel zu lange von Menschen abhängig gemacht, die ihn nie erkannt haben. Es ist erstaunlich, wie Menschen mit demselben Mund schlecht über mich reden können, mit dem sie mich früher um einen Gefallen baten. Niemand versucht stärker, meinen Namen schlechtzumachen, als jemand, der fürchtet, dass ich die Wahrheit erzähle.

Meine Seite der Geschichte spielt nun keine Rolle mehr. Das Leben ist passiert, es hat wehgetan, und ich bin daran gewachsen. Vor allem weiß ich jetzt, wer einen Platz an meinem Tisch verdient – und wer dort nie wieder sitzen wird. Ich weiß, dass der Tag kommen wird, an dem manche Menschen die Wahrheit erkennen und begreifen, wie sie sich mir gegenüber verhalten haben. Doch dann wird es zu spät sein, denn sie spielen in meinem Leben keine Rolle mehr.

Wenn ich ehrlich sage, was mich stört und belastet, dann ist das nicht angenehm, doch es ist echt. Gefährlicher ist derjenige, der lächelt, schweigt und dann später anders über mich spricht. Ehrlichkeit zeigt Charakter, auch wenn sie unbequem ist.

Aus drei Gründen reden sie, hinter meinem Rücken, über mich:           Wenn sie mein Level nicht erreichen können, wenn sie nicht haben, was ich habe und wenn sie versuchen mich zu kopieren, aber nicht können. Keine einzige Person, die mich ins schlechte Licht gestellt hat, führt ein Dasein, das ich beneide. Diese Meinung sagt schon alles...

Irgendwann im Leben kam dieser eine Moment, der Augenblick, in dem ich fühlte, dass ich viel zu lange...
...toleriert habe,
...Verständnis hatte,
...geschwiegen habe,
...geblieben bin. Und genau hier setzte ich eine imaginäre Grenze, nicht aus Wut, sondern aus Selbstschutz, Selbstachtung und Selbstwert!

Uwe Heuser im September 2026

Stärke mit Verantwortung

Ein Grund, warum ich trotz meiner leidvollen Vergangenheit so viel mentale Stärke entwickelt habe, ist, dass ich bereits Dinge durchgestanden habe, vor denen andere ihr Leben lang davonlaufen. Ich habe gelernt, mitten im Unwohlsein weiterzumachen, weil ich keine andere Wahl hatte. 

Genau daraus ist Stärke entstanden. Ich habe gelernt, trotz Schmerz, Angst und innerem Chaos weiterzugehen. Irgendwann verstand ich etwas Entscheidendes: Ich muss mich nicht erst besser fühlen, um weiterzumachen. Ich kann unangenehme Gefühle aushalten, ohne daran zu zerbrechen. 

Mit der Zeit erkannte ich, dass kein Zustand für immer bleibt. Leiden vergeht, Schmerz lässt nach, schwere Momente ziehen vorüber. Deshalb verlor ich nach und nach die Angst, für immer in einem Gefühl festzustecken. 

Ich gehe den Weg, den ich gehen möchte. Wenn ich mich dabei verlaufe oder verirre, ist das meine Verantwortung — nicht die anderer. 

Uwe Heuser, im August 2026

Narben familiärer Verletzungen                                                                                  Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft –                              ein fortwährender Einfluss

Familiäre Verletzungen verschwinden nicht einfach. Sie sind wie ein leiser Flüsterton, der aus der Vergangenheit in die Gegenwart und sogar in die Zukunft dringt. In Blicken, im Schweigen, sowie in Worten und Sätzen spiegelt sich das Unausgesprochene wieder. Was niemals zur Sprache kam, existiert dennoch fort – in Ängsten, die niemand erklären kann, und in Mustern, die sich immer wiederholen.

Verhalten und Worte sind oftmals in schmerzhaften Sätzen gebunden. Die Frage nach dem „Warum“ bleibt dabei unbeantwortet: Warum immer wieder? Warum ausgerechnet mit mir? Warum – weshalb – wieso? Man frisst es in sich hinein, hält es aus, geht dem Ganzen aus dem Weg – schweigt. Doch irgendwann kommt noch etwas dazu: Unerwartet entsteht aus dem bereits Gesagten etwas Neues, das erneut verletzt – diskriminierend empfunden, aber klar verstanden. Es ist ein weiterer, tiefer Stich in die ohnehin geschundene Seele.

Grenzen werden überschritten, nicht respektiert, nicht toleriert. Weil man sich nicht wehrt – weil man sich nie gewehrt hat – wird die Schuld einem selbst zugeschrieben. Die Lacher dienen dem Verfasser als Lohn: „Weiter so, noch einmal nachtreten.“ Es handelt sich um Profilierung, um positive Selbstdarstellung - Inszinierung - Überheblichkeit - um reinen Narzissmus – „Ich, der Bessere, Größte, Stärkste, Schönste, Schlauste“ - und doch immer nur Späße auf Kosten anderer. Mit reichlich Alkohol erhält das Ganze eine noch lautere, intensivere Konsistenz - zum Erreichen von Aufmerksamkeit beim Publikum, der Schau.

Doch Veränderung und Selbstschutz beginnen dort, wo man den Mut aufbringt und sagt: „Es reicht, es tut weh, es belastet mich. Ich will das nicht mehr. Es geht mir damit einfach nur schlecht.“                          Das ewige Schweigen hat nunmehr ein Ende, man spricht aus was verletzt. Somit zeigt man nunmehr eine unüberwindbare, unzerstörbare, imaginäre Grenze auf. Schweigen ist ein großer Fehler, denn durch permanentes Schweigen wird man ausgenutzt - benutzt.                                                            
Entschuldigung, es hätte schon viel früher geschehen müssen - stopp bis hierhin und nicht weiter. 

Man wird immer der Schlechte und Böse sein, wenn die oder der Falsche die Geschichte, die Ereignisse erzählen ...!

Nun kommt es zu einem Umkehrverhalten, das immer wiederkehrende Phänomen des Narzissmus. Hallo, ich bin doch hier das Opfer, ich werde hier angegriffen, ich wasche meine Hände in Unschuld. Es wird nachgearbeitet, nachgetreten, belastendes und unwahres, auch aus der Vergangenheit, ausgebreitet. Schaut nur, ich der doch nur "Gutmensch" kann doch garnicht so schlecht und böse sein - das ist alles erfunden, doch seht nur ich will auch helfen, gebe auch Ratschläge - man solle sich doch professionelle Hilfe suchen... . Mehr Überheblichkeit geht nimmer - oh doch, jetzt suche man auch noch, nach seiner Meinung, die Schuld für den schlechten gesundheitlichen Zustand, die Depression, in seiner Person und schon sind wir wieder in diesem Opferumkehrkonflikt. Das wird nun auch so in die Öffentlichkeit und in die Familie getragen und damit ist die Sache, der Konflikt zu seiner Entlastung, zu seiner Klärung erledigt.                                                                       Buch zu und abgehakt...!  

Die knallharte Wahrheit in Bezug auf diese Narzissten.
Sie schämen sich nicht für das was sie anderen antun oder angetan haben, sagen oder gesagt haben.
Sie schämen sich dafür, dass man anderen sagt, was in Wirklichkeit passiert bzw. gesagt wurde.
Und genau daran erkennt man: Es geht nie um dich, sondern um ihr eigenes Bild, ihre positive Selbstdarstellung nach außen.
Narzisten werden immer die Tatsachen verdrehen, denn sie werden alles dafür geben, dass du der Schlimme bist - sie provozieren solange bis man sich wehrt, dann stellen sie dich bei jedem und überall als Psychopathen hin, und sich selbst als das Opfer.                        
Laß ihn reden und laß ihn alleine sein Spiel spielen...
Man ist eindeutig zu alt für solche Kinderspiele...

Fazit: Man wird nichtmehr, für Anfeindungen - Beleidigungen - Verletzungen - Belastungen - Selbstdarstellungsgehabe - Diskriminierung, zur Verfügung stehen.                                                                

Buch zu und abgehakt...!                                                             

Das Toxische innerhalb der Familie existiert – auch wenn es schwerfällt, es zu akzeptieren.
Manchmal kommt das größte Gift aus der eigenen Familie – von Menschen, die es nicht ertragen, wenn es dir z. B. wieder besser geht, du das Leben positiv gestaltest - du erfolgreich bist, und auf deinen erneuten Absturz warten. Wenn man Abstand nimmt, ist das keine Bosheit, sondern ein Akt des Selbstschutzes. Die Tür zum Toxischen zu schließen, ist nicht grausam, sondern notwendig, um sich zu schützen. 

Blut macht einen verwandt, aber nur Loyalität macht Menschen zu Familie. Deshalb bewahrt man seinen Frieden – auch wenn man das allein tun muss.
Man war immer loyal, hat die Familie geschützt und verteidigt- auch mit der Hilfe des Schiedsgerichts - ein Dank - ein Gespräch - ein Gut so - das Mitstreiten - das gab´s nie, von keinem. Es fehlt einfach nur die Nähe, die Zuneigung, das Zusammengehörige - Loyalität - Empathie ...

- Wenn die eigene Reaktion zum Problem gemacht wird -
Menschen, die einen verletzen, wollen genau deine Reaktion auf ihre Respektlosigkeit. In dem Moment, in dem man sich wehrt, seine Stimme erhebt oder seinen Unmut ausspricht, können sie nunmehr mit den Fingern auf einen zeigen und nun wieder gegen einen verwenden. Dann heißt es: „Siehst du? Du bist das Problem.“ So verschiebt sich der Fokus von ihrem Verhalten auf deine Reaktion. Auf diese Weise entziehen sie sich ihrer Verantwortung und lenken von ihrem toxischen Verhalten ab. Nach außen wirken sie unfehlbar und harmlos – ein Gutmensch kann doch gar nicht so schlimm, so schlecht sein – und das glauben sie auch, von sich, selbst…     

- Wenn ich nunmehr diese Menschen aus meinem Leben streiche, sie in der Vergangenheit zurücklasse, wird vermutlich nicht die ganze Geschichte erzählt. Oft wird nur der Teil sichtbar, der sie selbst als Opfer erscheinen lässt – und mich als den Psychopathen, der falsch gehandelt hat.
Den Frieden, den ich spüre, wenn ich mich von diesen Menschen fernhalte, ist es wert, in ihrer Geschichte der Psychopath zu sein.  

Zufriedene Menschen haben keine Zeit anderen Schaden zuzufügen.        Toxisches kommt von den Menschen, die unglücklich, frustriert, neidisch,  selbstherrlich, überheblich und narzistisch sind.

Uwe Heuser, im Mai 2026 

Keiner spielt die Opferrolle so perfekt wie derjenige,                    der den Schlamassel angerichtet hat.

„Manchmal zählt nicht, wer mir guttut,         sondern ohne wen es mir besser geht.”

            Respekt und Selbstrespekt

Meine Haltung zu Respekt
Ich kann verzeihen, aber bei Respekt mache ich keine Kompromisse mehr. Wenn ich falsch liege, entschuldige ich mich und stehe dazu. Doch ich entschuldige mich nicht dafür, auf bewusste Provokation zu reagieren.

Im Grunde bin ich ein ruhiger Mensch. Ich höre zu, versuche gelassen zu bleiben und gebe anderen viele Chancen. Wenn ich jedoch merke, dass mir jemand respektlos begegnet, verändert sich etwas in mir: Mein innerer Frieden schwindet und meine Geduld wird knapp. Nicht, weil ich schlecht bin, sondern weil ich weiß, wie viel ich gebe, bevor ich an meine Grenzen komme.

Wenn Verantwortung vermieden wird
Wer das Streichholz anzündet, muss auch mit dem Feuer rechnen. Ein Mensch mit narzisstischem Verhalten will oft nicht verstehen, sondern nur, dass man schweigt. Denn, sobald man ausspricht, wie sehr einen sein Verhalten verletzt, müsste er Verantwortung übernehmen.

Stattdessen reagiert er defensiv, lenkt ab und verdreht die Tatsachen.  Die Geschichte wird so umgeschrieben, dass man als Bösewicht erscheint, während er sich als Opfer darstellt und somit sein Image gewahrt bleibt.  Er erzählt anderen, wie schlecht er behandelt worden sei – nicht, weil man sich unklar ausdrückt, sondern weil ihm das Schweigen lieber war, ist, als die Wahrheit.

Was ich daraus gelernt habe
Ich habe gelernt, mich nicht für meine Reaktion zu entschuldigen, wenn ich bewusst verletzt und belastet wurde. Wer mich nicht mag, wer mit mir nichts anfangen konnte oder kann, der hat mich auch nicht verdient - muß auf mein Schweigen verzichten. 

Menschenliche Fassade
Ich kann es nicht ertragen, wenn Menschen sich als besonders moralisch, mitfühlend und unfehlbar inszenieren, aber bei passender Gelegenheit überheblich, manipulativ, boshaft und narzisstisch handeln. Sie zeigen Freundlichkeit vor Publikum, verbreiten lockere Sprüche sorgen für Lacher und profilieren sich zu Lasten anderer, engagieren sich öffentlich ehrenamtlich und geben sich empathisch und authentisch – sie sind nur Gutmensch, doch diese makellose öffentliche Fassade ist oft nur Schein.

Manipulation und Veranwortung
Manupulation beginnt dort, wo andere versuchen, mir ein schlechtes Gewissen einzureden, obwohl ich lediglich auf Respektlosigkeit reagiere.
♦ Ich bin nicht dafür verantwortlich, das Fehlverhalte anderer zu rechtfertigen.
♦ Meine Reaktion auf Respektlosigkeit ist nicht automatisch ein Fehler.
♦ Ein schlechtes Gewissen sollte nicht als Mittel genutzt werden,        um Grenzen zu verschieben.                                                                

Mein Selbstrespekt
Wie Menschen mich behandeln, zeigt oft, wie sie mich sehen. Wie ich es zulasse, behandelt zu werden, zeigt jedoch, wie ich mich selbst sehe. Als ich das verstanden habe, hat sich etwas in mir verändert. Ich kann Menschen mit Nähe und Zuneigung begegnen, verständnisvoll und geduldig sein und mir dennoch mein Güte bewahren. Aber das bedeutet nicht, dass ich alles hinnehmen muss. Es gibt einen Unterschied zwischen Mitgefühl und Selbstaufgabe, zwischen Nähe und fehlenden Grenzen. Ich kann jemandem Gutes wünschen und zugleich erkennen, dass diese Person mir nicht guttut, mich verletzt und offen zeigt, dass sie mich nicht mag, mit mir nichts anfangen kann, will. Ich kann Menschen verstehen und mich trotzdem dafür entscheiden, Abstand zu nehmen. Mein Selbstrespekt beginnt dort, wo ich aufhöre, schlechtes Verhalten mit Nähe und Zuneigung zu entschuldigen. Ich kann verzeihen, doch vergessen kann ich nicht...         
                    ♠ Hinter dem Pflug ist geackert... ♠                

Uwe Heuser, im Juni 2026

            ♥ Für die richtigen Menschen bin ich genug ♥

- Für manche Menschen werde ich immer irgendwie „zu viel“ sein,           zu laut, zu leise, zu direkt, zu sensibel oder einfach nicht so,                 wie sie mich haben möchten.                                                                               
- Doch das sagt nicht alles über mich aus. Es zeigt oft nur, dass ich nicht in das Bild passe, das andere von mir erwarten. 

- Für die richtigen Menschen muss ich mich nicht ständig kleiner machen oder verändern. 
Bei ihnen bin ich genau richtig – so, wie ich bin.

Schnelle Urteile – Ruhm auf Zeit

Seit es Menschen gibt, wird gern und schnell sortiert: Die einen gelten als „gut“, die anderen landen im „bösen“ Fach. Manche erhalten das Etikett „Held“, viele andere werden als „Versager“ abgestempelt.

Auch bei uns gibt es diese einfachen Kategorien: „Gewinner“ und „Verlierende“, Bewunderte und Gemiedene. Die einen wecken Neid, die anderen werden auf Abstand gehalten.

Ob solche Urteile gerecht sind, bleibt oft unausgesprochen. Was hinter einem Verhalten wirklich steckt, bleibt meist verborgen. Wir wissen selten, wer die Wahrheit sagt, wer zu Recht verurteilt wird und welches Motiv hinter einem Ereignis steht.

Doch die Welt fragt kaum danach. Kein Bühne bleibt lange sicher, kein Thron gehört jemandem dauerhaft. Wer gestern noch gefeiert wurde, kann morgen schon scharf kritisiert werden. Lange Amtszeiten sind vorbei; der nächste Name steht bereits bereit.

Unsere schnelle Zeit sucht kurze Reize: Schlagzeilen, Skandale und Sensationen. Je größer der Aufruhr, desto stärker die Aufmerksamkeit. Oft wird dabei auf Kosten des Rufs anderer verkauft. Die Wahrheit wird oft nicht gesprochen, verdreht - hat den Wert verloren.

Die entscheidende Frage

So entsteht leicht das beruhigende Bild: Dort sind die Bösen, hier sind wir — die Guten. Doch ein Weltbild voller Edelmut wirft am Ende eine einfache Frage auf: - Wer ist wirklich absolut gut? -

Uwe Heuser, im Juli 2026
Narzisstische Menschen Zielen                                                           nicht auf „gebrochene“ Personen ab.
       Sie zielen auf Seelen mit hoher Schwingung,                     die Empathie und das Licht Besitzen,                                    das ihnen selbst verzweifelt fehlt…

Selbstreflexion: Über die Kraft der eigenen Liebe                                                und den Wert der Selbstachtung

Ehrlichkeit mit sich selbst

Ich bin ehrlich zu mir selbst. Diese Ehrlichkeit ist nicht immer einfach, denn mein Leben hat mich geprägt. Die Erfahrungen, die ich gemacht habe, haben Spuren hinterlassen und manchmal bin ich dadurch wirklich schwierig im Umgang. Oft zerdenke ich vieles, reagiere impulsiv und mache mir viele Sorgen. Das macht es nicht leicht, mich wirklich zu verstehen.

Die Komplexität meiner Persönlichkeit

Ich bin sensibel und brauche Ruhe sowie Geduld. Mein Verhalten ist häufig extrem beschützend, besonders gegenüber mir selbst und den Menschen, die mir sehr nahestehen. Deshalb rechne ich oft mit dem Schlimmsten und sabotiere mich manchmal selbst. In solchen Momenten brauche ich viel Verständnis von anderen. Trotz all dieser Herausforderungen weiß ich, wie wertvoll meine Zuneigung ist. Ich gebe Nähe mit jeder Faser meines Körpers – selbst dann, wenn alles um mich herum zerfällt. Ich bleibe, auch wenn alles brennt: Mein Inneres ist rein und meine Loyalität selten. Menschen gebe ich nicht auf, solange mir noch eine Wahl bleibt. Lange habe ich geglaubt, mein Wert liege darin, auszuhalten – darin, zu bleiben, wenn es schwer wird, zu verstehen, auch wenn das Verständnis einseitig ist. Heute weiß ich, dass mein Wert sich nicht daran misst, wie viel ich ertragen kann, sondern an meiner Bereitschaft, mich selbst ernst zu nehmen. Nähe, die mich kleiner macht, ist kein Beweis für Tiefe; sie ist ein Warnsignal.

Uwe Heuser, im April 2026

 

Die Kraft der Loyalität und bleibende, emotionale Erinnerung

Echte Loyalität und emotionale Erinnerung
Echte Loyalität vergesse ich nie. Sie bleibt als fester Wert in meinem Leben, denn sie ist selten und unbezahlbar.  

Selbstständigkeit und seltene Hilfegesuche                              Ich bin ein Mensch, der nur selten um Hilfe bittet. Das liegt nicht daran, dass ich alles unter Kontrolle habe, sondern vielmehr daran, dass das Leben mich früh gelehrt hat, meine Kämpfe meist allein auszutragen. Diese Selbstständigkeit ist Teil meines Wesens geworden. 

Dankbarkeit für Begleiter in schweren Zeiten                        Trotzdem habe ich mir eines immer eingeprägt: Die Menschen, die in schwierigen Momenten an meiner Seite geblieben sind, sind für mich von unschätzbarem Wert. Es sind nicht große Worte, sondern die stillen Momente, in denen jemand bleibt, zuhört und durch kleine Gesten zeigt:   „Du musst da nicht allein durch.“ Solche Menschen bleiben in meinem Herzen, denn wenn mein Leben im Regen steht, vergesse ich niemals diejenigen, die treu an meiner Seite stehen.   

Das emotionale Gedächtnis als innerer Kompass                           Ich vergesse nicht, was mein Herz berührt hat. Und ich vergesse ebenso wenig, was mich tief verletzt hat. Das liegt nicht daran, dass ich nachtragend bin oder in der Vergangenheit lebe, sondern daran, dass mein inneres System Gefühle anders abspeichert als bloße Fakten. Mein Gehirn bewertet emotionale Erlebnisse als besonders wichtig für das Überleben, weshalb sie tiefer verankert werden. Die Amygdala speichert Momente von Nähe, Liebe, Angst oder Enttäuschung als bedeutsam, während der Hippocampus sie mit Bildern, Stimmen und Gefühlen verknüpft. Je intensiver das Erlebnis, desto stärker wird die Erinnerung. So entstehen Erinnerungen, die bleiben – wie feine Narben oder wärmende Lichter, die mich durchs Leben begleiten. Manche lassen mich offenbleiben, andere lehren mich Achtsamkeit. Mein emotionales Gedächtnis ist kein Fluch, sondern mein innerer Richtungsgeber: Es schützt mich, formt mich und erinnert mich an meinen Wert.                                                             
Fehler und das Streben nach Verständnis                                          Wenn es schwerfällt, mich zu lieben, dann leugne ich das nicht. Ich weiß, ich bringe Ballast mit – stille Stürme, unausgesprochene Kämpfe, Gedanken, die nicht verstummen, und ein Herz, das oft zu viel fühlt. Ich mache manches komplizierter, als es sein müsste – und dafür bitte ich um Verzeihung. Perfekt bin ich nicht, sondern rastlos und voller Widersprüche.Ich möchte niemandem zur Last fallen oder die Geduld meiner Mitmenschen überstrapazieren. Sollte es dennoch passieren, dann nie mit Absicht.    

Dankbarkeit und Demut                                                      Trotz all meiner Ecken und Kanten hoffe ich, dass meine Liebe spürbar bleibt. Sollte meine Liebe ermüden, kann ich das verstehen. Doch eines ist sicher: Ich nehme nichts als selbstverständlich hin. Jede Form von Zuneigung halte ich fest – so wie ein Ertrinkender nach Luft greift.

Uwe Heuser, im März 2026

Die Hoffnung, auf etwas Glück, finde ich in den nachfolgenden 3 Aussagen…

Loslassen was war –

Genießen was ist –

Und Vertrauen in das, was kommen wird – 

Selbstannahme und innere Veränderung

Kraft der Selbstannahme
Sobald ich akzeptiere, dass ich ein sehr interessanter und besonderer Mensch bin, beginnt sich meine innere Welt grundlegend zu wandeln. Mein Verstand hört auf, die Anerkennung anderer überzubewerten. Stattdessen nehme ich meine eigenen, leisen Darstellungen und Gedanken achtsamer wahr. Die Neugier auf mich selbst wird genauso erfüllend wie die Neugier auf die Welt um mich herum.

Eigenheiten als Stärke – Selbstgenügsamkeit als Revolution
Meine Eigenheiten erscheinen mir nicht länger als komische Fehler. Sie werden vielmehr zu Zeichen von Tiefe und Komplexität. Mit dieser neuen Sichtweise wird meine Stimmung stabiler, denn ich mache mein Glück nicht mehr von den Reaktionen anderer abhängig.  Immer wieder ertappe ich mich bei dem Gedanken: Ich bin genug, so wie ich bin – und das ist revolutionär. Durch das Erkennen von Mustern in meinem Denken beginne ich zu verstehen, warum ich auf bestimmte Weise reagiere.  Diese Klarheit schenkt mir Ruhe und inneren Frieden.

Mit mir selbst im Einklang – Weg zu mir selbst
Ich lerne, über meine eigenen Widersprüche zu lachen, statt mich dafür zu bestrafen. In dem Moment, in dem ich mich wirklich annehme, hört die Welt auf, sich wie eine Anklagebank anzufühlen. Sie verwandelt sich in einen Rummelplatz voller Möglichkeiten. Es gibt Wege, die nicht mit einem einzigen, ersten Schritt beginnen, sondern mit einem Gefühl. Etwas in mir weiß, dass mehr auf mich wartet – nicht laut, sondern klar. Ich muss mich nicht verbiegen, um meinen Platz zu finden, und ich muss mich nicht beweisen, wer ich bin. Mein Herz zeigt mir den Weg, den nur ich sehen kann. Genau dort, wo ich mir selbst nahekomme, begegne ich Menschen, die wirklich zu mir gehören. Menschen, die mich nehmen, wie ich bin – und wie ich bin, bin ich einfach… wie ich bin!?

Zusammenfassung
Vorstehendes thematisiert die Bedeutung der Selbstakzeptanz und die daraus entstehende innere Veränderung. Es beschreibt, wie das Erkennen und Annehmen der eigenen Einzigartigkeit zu innerer Ruhe, größerer Stabilität und neu gewonnener Lebensfreude führt. Durch das Loslassen des Wunsches nach äußerer Anerkennung wird das eigene Glück selbstbestimmter, und Beziehungen zu anderen Menschen werden aufrichtiger sowie authentischer. Der Text betont, dass der Weg zu sich selbst nicht durch äußeres Streben, sondern durch innere Klarheit und das Vertrauen ins eigene Herz beginnt.

Uwe Heuser im Februar 2026

     Vom Fallen, Aufstehen und dem                                                           Mut zur Stille

Stärke im Wiederaufstehen
Oft glaubte ich, Schwäche sei das Ergebnis meines Fallens. Doch wahre Stärke zeigt sich darin, immer wieder aufzustehen – selbst dann, wenn meine Kräfte schwinden und andere dabei zusehen. Jeder Tag, an dem ich nicht aufgebe, ist ein kleiner Sieg, auch wenn er sich nicht immer so anfühlt. Es gehört Mut dazu, weiterzugehen, gerade in Momenten der Müdigkeit und des Zweifels.

Umgang mit Fehlern                                                    Statt mich täglich an meinen Fehlern zu messen, erkennen ich an, dass es gute Gründe gab, sie zu machen. Fehler bedeuten nicht zwangsläufig Verlust – im Gegenteil: Oft entpuppen sich die vermeintlich größten Fehltritte als wichtigste Erfolge. Deshalb stehe ich zu meinen Fehlern und Niederlagen genauso wie zu meinen Erfolgen und Gewinnen. Sie alle formen mein Wesen, machen mich, uns einzigartig und authentisch.

Die Kraft der Stille
Auf dem Weg zu mir selbst lernte ich, dass Stille manchmal lauter ist als jedes gesprochene Wort. In der Ruhe finde ich Antworten, die der Lärm der Welt niemals übertönen kann. Frieden beginnt nicht im Außen, sondern darin, dass ich mir selbst begegnene – mit all meinen Schatten, Fehlern und zerbrechlichen Träumen.

Selbstannahme und Mut
Indem ich Schritt für Schritt den Lärm der Welt hinter mir lasse, entdecke ich den Mut, mich selbst anzunehmen – unvollkommen und trotzdem vollkommen. Diese Selbstannahme ist der Schlüssel zu echtem Frieden und innerer Stärke.

Innehalten und Vertrauen
Vielleicht ist es gerade jetzt an der Zeit, nicht zu wissen, wie es weitergeht. Vielleicht muss ich keine Entscheidung treffen und keine Lösung finden. Manchmal ist es wichtiger, innezuhalten, mir selbst und dem Leben Zeit zu geben. Wenn ich einen Gang zurückschalte, erledigten sich manche Dinge ganz von allein – und aus der Ruhe entstehen, für mich, neue Perspektiven.

Veränderung und das Gefühl von Echtheit
Manchmal erscheint die Welt seit 2019 lauter, schneller, digitaler und gewaltbereiter. Während alles rast, werde ich innerlich immer stiller. Viele rennen, doch kaum jemand weiß noch wohin. Je mehr ich versuche, Schritt zu halten, desto mehr verliere ich das, was mich wirklich lebendig macht.

Gemeinsame Empfindungen und schöne Gedanken
Wer dieses leise Gefühl kennt, dass irgendetwas nicht mehr stimmt, ist nicht allein. Gerade an manchen Tagen brauche ich schöne Gedanken, um mit der Realität umgehen zu können. Diese Gedanken schenken mir Kraft, Zuversicht und manchmal auch Trost. 

Uwe Heuser im Januar 2026


1956 der Beginn meines Lebenskreises 

„Mir wird es gut gehen, nur nicht heute und wahrscheinlich nicht morgen.“

Der Westerwald gibt mir Kraft und neue Lebenslust.

Alles vergeht … doch das was mich verletzt  hat, kann ich nicht vergessen.

Ich werde immer der Schlechte und Böse sein, wenn die oder der Falsche die Geschichte erzählt …!                                                                           

Die Zukunft ist auch nicht mehr das …,                                            was sie mal war …!

 

Trost

„Tröste dich, die Stunden eilen,
Und was all dich drücken mag,
Auch das Schlimmste kann nicht weilen,
Und es kommt ein andrer Tag.

In dem ew’gen Kommen, Schwinden,
Wie der Schmerz liegt auch das Glück,
Und auch heitre Bilder finden
Ihren Weg zu dir zurück.“

Harre, hoffe, nicht vergebens
Zählest du der Stunden Schlag;
Wechsel ist das Los des Lebens,
Und – es kommt ein andrer Tag!“

Theodor Fontane

 

Fotos – Melancholie – Emotionen

 

„Ein Fehler ist es, Ehrlichkeit von Menschen zu erwarten, die nicht einmal ehrlich zu sich selbst sind …!“

„Unsympatisch sind Menschen meistens nicht durch ihre Fehler, sondern durch ihre zur Schau getragene Güte, Liebe und Unfehlbarkeit.“

Weitere Fotos und Emotionen, der Melancholie, im Archiv.

 

 

 

 

Schulschiff "Deutschland" mein letztes Kommando, als Werkstattmeister. Schulschiff „Deutschland“ – letztes Seefahrtskommando                                                                       – als Werkstattmeister und Ausbilder-

Schulschiff „Deutschland“ – in „Schwerer See“ –

Schulschiff „Deutschland“ – im Dock – mit 3 Propellern und 2  Ruderblättern. Die Propellerflügel sind verstellbar.

Schulschiff „Deutschland“ – Partybeleuchtung –

Schulschiff „Deutschland“  -Kupferstich-

 

TIN CAN SAILER bedeutet Dosenöffner Seemann – durch Fletcher Leichtbauart Eigenname der US NAVY

Zerstörer 4 vor dem Scheerhafen/Kiel – mein Kommando als Schiffssicherungsmeister vor „SS Deutschland“.

Zerstörer 4 – Manöverfahrt/Ostsee

Zerstörer 4 – bei ruhiger See mit  „Heizergruß“

Zerstörer 4 – bei ruhiger See

Zerstörer 4  bei „Voller Fahrt“ -als Gemälde-

Zerstörer 3 mein erstes Marinekommando als Turbinenmaat

 

„Z 4“ Letzte Fahrt unter deutscher Flagge nach Griechenland

Wer die Gegenwart genießt, hat auch in der Zukunft eine genussvolle Vergangenheit …

Verachtet mir die Meister
nicht und ehret ihren Stand,
denn als das deutsche Handwerk
blühte, blühte auch das Land.“
   

 

Elefantenvertreibung

In einer Fußgängerzone steht ein Mann und klatscht alle 10 Sekunden in die Hände. Als ein Passant ihn fragt, was er denn tue, antwortet er: „Ich vertreibe die wilden Elefanten“. Erstaunt entgegnet der Passant: „Aber hier sind doch gar keine Elefanten.“ Worauf der klatschende Mann zufrieden lächelt und feststellt: „Sehen Sie, das Klatschen wirkt“.

Paul Watzlawick

Watzlawick wollte damit auf zwei Dinge verweisen: Einerseits auf die Sinnlosigkeit, mit großem Aufwand ein Problem zu bekämpfen, das gar nicht existiert. Andererseits aber auch um die Selbstüberschätzung mancher Menschen bloßzustellen, eine problemfreie Situation eigenen Aktivitäten zuzuschreiben.

Labskaus – mein – Lieblings – Seemanns – Essen

 

Es ist leider nichtmehr möglich direkt, über den „Beitrag Kontakt“, E-Mails an mich zu senden, leider zu viele Betrugsversuche und andere, nicht zu akzepierente, Kontaktversuche. Ich freue jedoch über den Gedankenaustausch über: uheuser.shk@web.de

 

                     

Melancholie oder Depression

Melancholie oder Depression?

Häufig wird die Melancholie als Depression verkannt und der imgrunde Gelassenheit und Kreativität schaffende Rückzug in sich selbst als krankhaft angesehen. Doch was genau unterscheidet denn die Melancholie von der Depression? Der zeitliche Faktor spielt hier eine bedeutende Rolle: Meist verschwindet die Melancholie genauso leise und spurlos wieder, wie sie aufgetaucht ist. Dies kann innerhalb von Minuten, Stunden oder Tagen sein. Auf keinen Fall hält sie jedoch über einen längeren Zeitraum an. Ein Hinweis, dass die ausgeprägte Melancholie doch eher eine behandlungsbedürftige Depression darstellt, ist die Tiefe der Schwermut. Menschen, die unter ihrer Schwermut leiden, die Hoffnungslosigkeit und Ausweglosigkeit empfinden, gar an Selbstmord denken, benötigen therapeutische Hilfe.

Die andere Seite der Melancholie

Bevor Sie das nächste Patentrezept gegen Ihre Melancholie ausprobieren, lohnt es sich, diese Stimmung einmal von einer anderen Seite zu betrachten, denn in diesen wehmütigen Momenten liegt auch eine ungeahnte Quelle der Kraft! Melancholie ist genauso ein Teil von uns wie Freude, Trauer, Lebensenergie, Langeweile oder Ekstase. Sie ist also eine ganz natürliche Grundstimmung des Menschen – und keineswegs betrifft das nur die Erwachsenen! Bereits Kinder und Babys haben ihre melancholischen Momente – und sogar die lieben Haustiere durchleben solche Phasen.

Es gibt Momente, in denen wir das Gefühl der Trübsinnigkeit und Traurigkeit auch akzeptieren.. Sie kennen die Leere, die sich im Inneren breit macht, nachdem man einen lieben Besuch oder den Partner, der geschäftlich auf eine längere Reise muss, verabschiedet hat. Der Verstand sagt uns zwar, dass wir ihn ja bald schon wiedersehen, und doch legt sich für einen kürzeren oder längeren Moment Wehmut auf die Seele.

Auch Frauen kennen Phasen der Melancholie, denn kaum eine Frau bleibt von den „Tagen vor den Tagen“ verschont und erlebt im Rahmen des so genannten prämenstruellen Syndroms (PMS) möglicherweise auch schwermütige Phasen. Ähnlich verhält es sich mit dem berühmten „Baby-Blues“ – der auch als „Wochenbettdepression“ bezeichneten vorübergehenden Weinerlichkeit von Frauen in den Tagen nach der Entbindung. Aber was ist, wenn es uns eiskalt und ohne Grund erwischt? Muss man dann nicht schleunigst dagegen angehen und sich wieder umpolen?

aus der wissen.de-Redaktion

Posttraumatische Belastungsstörung

Oft nicht erkannt – lebenslang prägend: Die komplexe posttraumatische Belastungsstörung (kPTBS)

Von “psychischem Trauma” haben die meisten Menschen schon mal etwas gehört. Sie denken dabei häufig zuerst an sogenannte “Schocktraumata”, wie sie durch Kriegsgeschehen, Naturkatastrophen oder bei Opfern von schweren Verbrechen ausgelöst werden können. Die Diagnosekriterien dieser klassischen posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) sind relativ eindeutig. Sie beschreiben ein Trauma nach bestimmten Erlebnissen. Meist tauchen die Symptome einer klassischen PTBS zeitlich begrenzt auf und verschwinden nach einer “natürlichen Verarbeitungsphase” oder nach einer Therapie wieder.

Bei einer komplexen PTBS chronifizieren die Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung oder tauchen erst viel später “gut getarnt” in der Lebensgeschichte der Betroffenen (wieder) auf. Für diese Störungen, die sich beispielsweise als Spätfolge eines physischen und/oder psychischen Kindesmissbrauchs dann erst im Jugend- und Erwachsenenalter zeigen, taugen die Kriterien der klassischen PTBS weniger. Der Begriff “Entwicklungstrauma”, der in neueren Artikeln und Büchern verwendet wird (s.u.), scheint hier passender zu sein. Das Störungsbild der komplexen PTBS zeigt sich in Ausprägung und Art bei den Betroffenen sehr unterschiedlich. Häufig werden im Verlauf einer persönlichen Krankheitsgeschichte deshalb zunächst Diagnosen gestellt, die sich lediglich an Einzelsymptomen “aufhängen” – beispielsweise Angstörung, BurnOut oder Depression. Die komplexe Problemlage als Folge eines Traumageschehens wird oft übersehen.

Aktuell bleibt die komplexe PTBS trotz einiger guter Ansätze oft unerkannt. Da es viele Überschneidungen mit anderen psychischen Erkrankungen gibt (z.B. Borderline-Persönlichkeitsstörung, dissoziative Störung, Depression, Angst- bzw. Panikstörung, aber auch Sucht- und Zwangserkrankungen), werden oft erst mal diese anderen Diagnosen gestellt.
Mein persönlicher Eindruck ist: Dies passiert auch, weil komplexe Störungen in Arztpraxen generell nicht “gerne gesehen” sind. Sie verschlingen Zeit und es gibt von den Krankenkassen dafür nicht das entsprechende Geld. “Komplizierte” Patienten, bei denen sich die Heilung nicht nach dem, was in herkömmlichen medizinischen Fachbüchern geschrieben steht, gestaltet, werden zu oft irrtümlich ausschließlich mit einer Borderline-Diagnose versehen und damit auf eine Art Abstellgleis der psychotherapeutischen Behandlung “geparkt”. Ich selbst habe diese Diagnose nicht, kenne aber einige fälschlicherweise damit diagnostizierte Menschen. Kennt man die Personen besser und kennt gleichzeitig “echte” Borderliner, sind die Unterschiede offensichtlich – leider scheinen diese Unterschiede vor allem in Arztpraxen nicht aufzufallen.

Ursachen
Ähnliches kann sicherlich mit allen “weniger robusten” Stressverarbeitungssystemen passieren. So ist es bestimmt kein Zufall, dass Autisten und ADHS-Betroffene (bei denen das gesamte Wahrnehmungssystem sehr viel ungefilterter funktioniert), ebenfalls eher zu Psychotraumatisierungen neigen. Im Grunde scheint es, dass für viele Autisten und ähnlich neurophysiologisch gestrickte Menschen (wie mir) das ganze Leben eine einzige Überlastung des stressverarbeitenden Systems darstellt und ihr Verhalten nur die logische Konsequenz daraus ist – das Leid und die Probleme mit den Mitmenschen gibt es quasi gratis dazu.

Was traumatisiert uns?
Wie stark und nachhaltig unsere Systeme von Geschehnissen überlastet werden, und welche konkreten Symptome sich daraus entwickeln, hängt von vielen Faktoren ab: genetische, biologische und anatomische Gegebenheiten entscheiden mit darüber, wie es in unserem Leben nach traumatisierenden Erfahrungen weitergeht. Psychische Koerkrankungen und soziale Bedingungen mischen ebenfalls mit. Die Schwierigkeiten und Einschränkungen, die komplex traumatisierte Menschen im Alltag ihrer persönlichen Lebensbedingungen haben, sind dementsprechend unterschiedlich.
Beispiel: Ein Schlag des Vaters oder der Mutter kann ganz unerschiedliche Konsequenzen für das kindliche Stressverarbeitungssystem bedeuten. Je nachdem, wie weit das “Verständnis” des Kindes für Kontext und Situation reicht, sind die Auswirkungen anders. Der Schlag als Affekthandlung nach einer extremen (eventuell selbst körperlich aggressiven) Provokation durch das Kind, hat bessere Chancen auf “natürliche” Verarbeitung und weniger Traumatisierungspotenzial, als wiederholt stattfindende Übergriffe aus heiterem Himmel und ohne für das Kind erkennbare, in gewissem Rahmen nachvollziehbare Gründe. Letztere verursachen eine tiefe Verunsicherung und Störung in der Entwicklung der eigenen Person, wenn praktisch jedes Verhalten (das reine Dasein) eine potentielle Gefahr durch gewaltätige Übergriffe der Bezugsperson darstellt. Das gilt auch, wenn es sich konkret nicht um “schwere Körperverletzungen” oder sexuellen Missbrauch handelt. Das kindliche System hat dann keine Orientierung. Was ist richtiges/erwünschtes Verhalten? Was nicht? Es bleibt der Zweifel am eigenen Verhalten, an der eigenen Persönlichkeit, ja am eigenen Sein – bis ins Erwachsenenalter. Auch der Körper speichert diese negativen oder widersprüchlichen Erfahrungen und spiegelt sie im Erwachsenenalter durch die Symptome der kPTBS nach außen (und innen).
Anderes Beispiel: Ein Kleinkind mit einer durchschnittlich ausgeprägten neuronalen Empfindsamkeit erlebt eine grundsätzlich miese Stimmung und Streitigkeiten unter den Eltern zuhause viel weniger beeinträchtigend als ein Kind mit “genetischer Filterschwäche”. Die Systeme des “filterschwachen” Kindes empfinden das Umfeld eventuell schon als aggressiv, wenn es für andere “nur” laut erscheint. Problematischer Sonderfall: Die Sensitivität wird womöglich noch dadurch gefördert, dass das Kind lernt, besonders auf Stimmungsschwankungen der Bezugsperson zu achten, da diese erfahrungsgemäß zu gewaltätigen Übergriffen (seien es auch “nur” die oft so verharmlosten “Klapse auf den Po”) führen können. Dies kann ein hypersensitives Nervenkostüm dann noch nachhaltiger schädigen als ein “normales”. Ein Teufelskreis.
Symptome
Komplexe Traumatisierungen können erhebliche Beeinträchtigungen des Denkens, Fühlens und Erlebens, sowie der Interaktion mit der Umwelt nach sich ziehen. Die Beschwerdebilder der Betroffenen enthalten typischerweise:
Veränderungen der Impulskontrolle und Emotionsregulation / Selbstregulation
• Schwierigkeiten im Umgang mit negativen, belastenden, unangenehmen Gefühlen wie Wut, Ärger, oder Trauer.
• keine Distanz zu inneren Vorgängen
• keine Möglichkeit, sich selbst zu “beruhigen”
• dadurch: unverhältnismäßig emotionale Reaktionen (z.B Wutausbrüche bis hin zu Kontrollverlust, fremd- bzw. selbstverletzendem Verhalten), oder extreme Unterdrückungsbemühungen und „Selbstberuhigungsversuchen“ (z.B. mittels Substanzen wie Alkohol oder Drogen).
• manchmal starke autodestruktive Impulse (z.B. vorsätzliche selbstverletzende Handlungen bis hin zur Suizidalität und Nachlässigkeit in Sicherheitsfragen “Lebensmüde Aktionen”).
• Auch: Vermeidung oder übermäßiges bis zwanghaftes Ausleben von Sexualität
Veränderungen in Aufmerksamkeit und Bewusstsein
• Bewusstseinsphänomenen wie dissoziativen Episoden, in denen sich das bewusstes Erleben von der Außenwelt abspaltet/zurückzieht
• ausgeprägten Erinnerungslücken
• Derealisations- bzw. Depersonalisationserleben (die Umwelt erscheint distanziert und wie unwirklich, Gefühl “neben sich” zu stehen).
• auch: Wiedererleben der traumatisierenden Erfahrungen (Inztrusion) / “Flashbacks”
Veränderungen der Selbstwahrnehmung
• Gefühl der Hilflosigkeit und Fremdbestimmtheit
• ausgeprägte Schuldgefühle (auch irrationale, unbegründete)
• Gefühl von Isolation
• Schamgefühle
• geringes Selbstwertgefühl
• Gefühl “niemand versteht mich”
Veränderungen in Beziehungen zu anderen
• Aufgrund der negativen Vorerfahrungen im zwischen­menschlichen Bereich: Probleme anderen zu vertrauen / allgemeines Misstrauen
• Schwierigkeiten mit Konflikten / Konfliktängste
• wenig Gespür für eigene Grenzen (dadurch häufig Ausnutzen oder Missbrauch durch andere) manchmal: Übernahme der Täterrolle und übergirffiges Verhalten anderen gegenüber
Somatisierung / körperliche Symptome
• viele körperliche Beschwerden, für die keine organische Erklärung gefunden wird.
• häufig chronische Schmerzen, Beschwerden des Verdauungssystems, Erschöpfung, Schwindel sowie Beschwerden im Bereich des Herzens, der Atmung sowie des Harn- oder Genitaltraktes.
Veränderungen von Lebenseinstellungen
• Gefühle von großer Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit
• Resignation
• ehemals stützende Werte, Lebenseinstellungen oder religiöse Überzeugungen, verlieren Bedeutung
• Zweifel an Sinnhaftigkeit                                                                        (Quelle: Deutsche Gesellschaft für Psychotraumatologie)

Traumatherapie
Meistens merken alle Beteiligten (Betroffene, Ärzte, Therapeuten, Angehörige) erst dann, dass es mit den Therapien für die Einzeldiagnosen nicht getan ist, wenn Therapiebemühungen nicht richtig fruchten. Antidepressiva heilen kein Trauma und “Verhaltenstricks” im Umgang mit Angst und Panik helfen nur kurzfristig oder kompensieren lediglich Teile der Traumaschäden. Unbehandelte oder falsch behandelte Traumafolgen vergehen nicht von selbst. Sie bleiben grundsätzlich bestehen, auch wenn sich die Symptome verändern können. Eine spezifische und qualifizierte Traumatherapie ist nötig, um den Betroffenen nachhaltig zu helfen und eine Lebensperspektive zu eröffnen. Das Problem: Spezialisierte Traumatherapeuten im kassenfinanzierten Sektor sind selten. Viele Betroffene werden durch therapeutische Einrichtungen gereicht, ohne wirklich Hilfe zu bekommen. Nicht selten verschlimmern sich Schäden dadurch weiter oder neue kommen hinzu. Iatrogene Schäden, also Schäden, die durch ärztliches Handeln entstehen oder sich durch falsche oder mangelhafte Behandlung verschlimmern, führen immer weiter in die Abwärtsspirale. Heilung wird immer unwahrscheinlicher.

Medikamente
Es gibt keine Tabletten oder Spritzen, die ursächlich eine komplexe Traumatisierung heilen können. Lediglich die Symptome können teilweise medikamentös behandelt werden.
Das kann wichtig sein, um Folgeschäden (auch körperliche) zu verhindern. Schlafstörungen, die häufig in Verbindung mit Traumafolgen auftreten, erhöhen langfristig beispielsweise das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und triggern auch Migräne- und epileptische Anfälle.

Psychotherapie
Eine Trauma-Therapie sollte immer von einem erfahrenen Traumatherapeuten begleitet werden. Je nach Art und Schwere der Traumatisierungen, den Symptomen und weiterer Koerkrankungen wird dieser eine individuelle Therapiestrategie entwickeln, mit der die Traumatisierungen gründlich aber schonend bearbeitet werden.
Bisher gibt es keine spezielle Therapie für komplexe Traumafolgestörungen. Behandelt wird daher mit Methoden, die auch bei “einfacher” PTBS herangezogen werden. Meistens kombiniert der Therapeut verschiedene Ansätze und Methoden, die nach Bedarf und Therapie-(Teil)ziel gleichzeitig oder nacheinander eingesetzt werden. Hierbei kommt es auch darauf an, wie der Therapeut generell schwerpunktmäßig arbeitet und welche Erfahrungen er selbst mit den verschiedenen Ansätzen gesammelt hat. Da eine komplexe Traumatisierung meistens sehr tief und in ihrer Struktur mit Körper (und Seele) verflochten ist, verschwinden die ausgeprägten Symptome auch nach einer Therapie selten ganz. Realistisches Ziel jeder Therapie kann jedoch eine deutliche Reduzierung des Leidens sein.                                                                                             Text: Mike Hellwig

Tavor

Tavor

Tavor ist ein verschreibungspflichtiges Schlaf- und Beruhigungsmittel. Es wird zur Behandlung von Epilepsien, als Narkosemittel und zur Beruhigung z. B. bei Depressionen eingesetzt. Die Tavor-Wirkung greift vor allem im Gehirn, wo die Erregbarkeit der Nervenzellen herabgesetzt wird. Nachfolgend wichtigen Informationen über das Medikament.

Der Tavor-Wirkstoff wurde 1971 entdeckt. Heute zählt das Medikament zu den am häufigsten verordneten Psychopharmaka in Deutschland. 

Dieser Wirkstoff steckt in Tavor

Das Medikament Tavor enthält als Wirkstoff Lorazepam, das zu der Gruppe 2 der Benzodiazepine gehört. In dieser Gruppe werden Benzodiazepine gelistet, die als mittellang wirksam beschrieben werden und deren Halbwertszeit bei durchschnittlich einem Tag liegt. Die Halbwertszeit gibt an, wie lange es dauert, bis die Hälfte eines eingenommenen Wirkstoffes wieder aus dem Körper ausgeschieden ist. Die Tatvor-Halbwertszeit wird mit Werten von etwa 10 bis 20 Stunden angegeben.

Wann wird Tavor angewendet?

Die Tavor-Wirkung beruht auf einer Bindung an die Andockstellen eines bestimmten Nervenbotenstoffes (GABA-A-Rezeptor) im Gehirn Dadurch wird am Ende einer Reaktionskaskade die Erregbarkeit der Zellen reduziert. Das führt zu einer angstlösenden, beruhigenden, schlaffördernden, muskelentspannenden und betäubenden (narkotisierenden) Wirkung. Da das Medikament keine schmerzlindernde Wirkung besitzt, darf es nicht als alleiniges Narkosemittel (Monoanästhetikum), sondern nur in Kombination mit anderen Narkosemitteln eingesetzt werden.

Welche Nebenwirkungen hat Tavor?

Wie die meisten Medikamente kann auch Tavor Nebenwirkungen haben. Sie sind auf die herabgesetzte Erregbarkeit der Zellen im Gehirn zurückzuführen. Dabei wird zwischen häufig beobachteten und selten bis vereinzelt auftretenden Nebenwirkungen unterschieden.

Häufige Nebenwirkungen sind ein vermindertes Reaktionsvermögen, starke Müdigkeit und Schläfrigkeit. Des Weiteren kommt es zu einer starken Toleranzentwicklung, weshalb das Medikament nur für kurze Zeit angewendet werden sollte.

Selten werden ein Libidoverlust, Muskelschwäche, ein Abfall des Blutdrucks, Mundtrockenheit und Hautreaktionen als Nebenwirkungen bei Tavor beobachtet.

Vereinzelt treten Verwirrtheitszustände, Konzentrationsschwierigkeiten, Aggressivität, Depression bis hin zu Suizidgedanken, Muskelkrämpfe, Lichtempfindlichkeit und Seh- und Sprachstörungen, Veränderungen in der Blutbildung und erhöhte Leberwert auf.

Bei vorgeschriebener Anwendung von Tavor sind die Nebenwirkungen meist nur leicht ausgeprägt. Sie bilden sich bei kontrolliertem Absetzen des Medikaments in der Regel schnell zurück.

 

Das sollte bei der Anwendung von Tavor beachtet werden

Das Medikament ist für eine Kurzzeitbehandlung von maximal vier Wochen zugelassen, weil schon nach kurzer Zeit der Einnahme eine körperliche Abhängigkeit entstehen kann. Zur Langzeitbehandlung sind andere Medikamente besser geeignet.

Es ist wichtig, dass das Medikament in enger Absprache mit dem behandelnden Arzt verschrieben und eingenommen wird. Gerade zu Beginn einer Therapie muss die wirksame Dosis im Körper streng kontrolliert werden, da es schnell zu einer Tavor-Überdosis und so zu verstärkten Nebenwirkungen kommen kann. Die Dosis muss ganz genau und individuell an den Patienten (Alter, Gewicht, Begleiterkrankungen, sonstige Medikamenteneinnahme, körperliche und psychische Verfassung) angepasst werden.

Auch ein Beenden und Absetzen der Therapie sollte nicht eigenmächtig, sondern nur in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Aufgrund der sich schnell ausbildenden körperlichen Abhängigkeit, können Tavor Symptome wie Zittern, Herzrasen, Schweißausbrüche, aber auch lebensbedrohliche Krampfanfälle auftreten, wenn man Tavor absetzen will.

Tavor und Depression

Bei einer bereits bestehenden Depression ist es wichtig, dass der Patient zusätzlich eine antidepressive Therapie erhält. Sonst können sich die depressiven Symptome verstärken.

Vorstehender Text von NetDoktor Redaktion vom 28. Mai 2018

Warum schreibe ich dies? Weil es für mich, während der Therapie in Albstadt, eine wichtige Rolle gespielt hat – nach dem Motto „Fluch und Segen“ dieses Medikaments! Vorweg, auf jeden Fall mehr Segen bzw. Glück als Fluch…

 

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Prototyp eines erfolgreichen Psychopathen

In frühster Kindheit wurde ich durch ein Erlebnis traumatisiert. Oder sagen wir es besser so, meine psychische Erkrankung, ausgelöst durch dieses Traumaerlebnis, wurde nicht erkannt, nicht behandelt und somit nicht geheilt.

In meinem Gedicht „zu früh“  beschrieben. Meine Leidenszeit wurde, auch durch die Pseudoerziehung meiner Eltern und durch weitere sehr viele negative Erlebnisse, immer heftiger und schlimmer. In meiner gesamten Lebenszeit wurde ich eher nicht geschont. Ich glaube auch durch mein Sternzeichen Fische vorbelastet zu sein.

Die typischen Fische sind charmant, einfühlsam, empfindsam, feinfühlig, fröhlich, geheimnisvoll, geduldig, gesellig, großzügig, hilfsbereit, hingabefähig, innig, inspirierend, intuitiv, medial, mitfühlend, mitleidend, mystisch, fantasievoll, romantisch, schillernd, seelenvoll, selbstlos, sensibel, sentimental, verständnisvoll und verträumt.

Schwächen: ängstlich, beeinflussbar, chaotisch, disziplinlos, entscheidungsschwach, gehemmt, labil, prinzipienlos, sentimental, überempfindlich, umständlich, unfassbar und unzuverlässig.

Lebensmotto: Ich fühle mich mit allem verbunden! Ich glaube!

Dadurch litten meine Lebensqualität und mein Gefühlsleben. Selbst Partnerschaften wurden von dieser Depression sehr stark beeinflusst. Der Fisch ist für seine(n) Lebenspartner(in) oft sehr rätselhaft, denn er lässt sich nicht wirklich in die Karten schauen. Selbst nach vielen Jahren einer gemeinsamen Beziehung hat sein(e) Partner(in) oft das Gefühl, ihn nicht wirklich zu kennen. Dies dient dem Fisch als Selbstschutz, denn er ist sensibel und braucht innere Freiräume. Es dauerte fast ein halbes Jahrhundert bis zur Therapie, unvorstellbar jedoch wahr. Menschen, die einen Gipsverband durch irgendeine Fraktur tragen, werden um den Schmerz bedauert, weil sichtbar krank. Bei einem psychisch kranken Menschen sieht man des Gleichen nicht, daher auch für die Mitmenschen schwer greifbar, begreifbar. Wenn nun ein bekannter Torwart sich das Leben nimmt, weil sein Leben für ihn unerträglich wurde, ja dann ist die psychische Erkrankung in aller Munde, der Aufschrei groß. Viele wollen mitreden, geben ihren Senf dazu und haben oder hatten dann plötzlich auch Depressionen. Depressionen werden salonfähig, gehören zum guten Leben einfach dazu, man muss sich mitteilen und in den sozialen Medien auslassen bzw. sich in den Fokus setzen. Dieses Phänomen hält eine Weile an, verschwindet dann so schnell wie es gekommen ist und die meisten Pseudodepressiven sind wieder kerngesund. In den USA gehört der Besuch, das Gespräch bei einem Therapeuten einfach zum Leben dazu, vergleichbar mit einem Facharzttermin hier in Deutschland.

Ziehe die Schuhe anderer an. Wenn Du meinst, dass sie Dich drücken, dann drücken sie wahrscheinlich auch andere.

Wer einen Therapieplatz in Deutschland haben muss, sollte mit einer Wartezeit von einem halben Jahr und länger rechnen. Das gilt sowohl für Praxis-Therapien als auch für Klinik-/Tagesklinik – Therapien.

Auf meiner Homepage möchte ich nun diese, meine Leidensgeschichte beschreiben. Den „Prototyp eines erfolgreichen Psychopathen“ werde ich noch, im Beitrag „Gedanken und Biografie“, erklären.

Es ist nichtmehr möglich direkt, über den Beitrag Kontakt“, E-Mails an mich zu senden, dieses war (bis jetzt Februar 2025) möglich. 
Nun indirekt über: uheuser.shk@web.de

Schau‘ nicht auf Äußerlichkeiten, sie können täuschen, richte Dich nicht nach Reichtum, der kann vergehen.

Schau‘ nach jemanden, der Dich zum Lachen bringt, weil es nur eines Lachens bedarf, um einen dunklen Tag hell erstrahlen zu lassen. Finde denjenigen, der Dein Herz zum Lachen bringt.

Obwohl es Unterschiede zwischen Depression und Melancholie gibt, benutzte ich heute lieber die Bezeichnung Melancholie, ich finde es passt heute besser zu mir.

Ich wünsche allen Leserinnen und allen Lesern sowie jeder Leidensgenossin und jedem Leidensgenossen eine spannende, gute Lesezeit.                      Glückauf“

 

 

Über mich

Uwe Heuser

Schlafstörungen, schlechte Konzentration, Müdigkeit, Reizbarkeit, 

Verlangsamung der Bewegungsabläufe, Appetitmangel und 

Gewichtsverlust sowie Hoffnungslosigkeit und die Unfähigkeit, 

sich an Ereignissen in der unmittelbaren Umgebung emotional 

zu beteiligen.

 

Oft bestehen Tagesschwankungen, typischerweise ist die Depression 

am Vormittag stärker ausgeprägt als am Nachmittag. 

Das Interesse an normalerweise positive getönten Aktivitäten ist 

abgestorben, es fehlt fast immer an sexuellem Verlangen bis hin 

zur Unfähigkeit zur sexuellen Betätigung. In schweren Fällen ist 

die Hoffnungslosigkeit so ausgeprägt, dass der Lebenswille 

erlischt und Selbsttötungsgedanken auftreten bis hin zur Planung 

und Durchführung von Selbsttötungsversuchen.

 

Mein Weg aus der Depression war lang und leidvoll, lang bis die 

Ursache erkannt wurde, leidvoll für mich und alle die mit mir zu 

tun haben und hatten. 

 

Viel habe ich verloren auf diesem Weg, aber auch viel Neues 

geschenkt bekommen. Ich habe es geschafft, aber ohne die Hilfe

die ich erfahren konnte und auch heute noch erhalte wäre es 

nicht möglich gewesen.

 

Ich habe lange Jahre eine Selbsthilfegruppe besucht und besuche 

sie immer noch, es gibt einfach nichts Besseres, als in einem Raum 

Menschen zu sein, die sich verstehen. 

Den Leidensweg in der Depression mit Erfahrungen zu teilen und

in Gesprächen Hilfe und Verständnis zu spüren.

 

Danke an alle die zu mir gehalten haben und heute immer noch 

für mich da sind, den Weg in eine schönere Zeit zu gehen.

 

Meine Internetseite soll einen kleinen Einblick geben, wie es

in meinem Inneren in der Zeit der Depression ausgesehen hat.

 

            In meinen Gedichten spiegelt sich diese Zeit.

 

Im Rücken die „Kieler Förde“  – zu Füssen „Strand Laboe“        

Über mich…,                                                                                               

als ich geboren wurde, habe ich Augen zum Sehn und ein Herz zum Lieben bekommen. Doch keiner hat mir gesagt, das ich mit den Augen weinen und mit dem Herzen leiden werde! Manchmal wenn ich sage: „Danke, mir geht es gut“ wünschte ich mir jemanden, der mir in die Augen sieht und sagt: „Erzähle mir die Wahrheit.“ Denn meine Augen sind der Spiegel meiner Seele. Nur wer mich wirklich kennt, kann in ihnen lesen. Ich kann lächeln, obwohl meine Seele weint… . Ich kann weinen,  auch wenn ich glücklich bin… . Meine Augen können viele Menschen täuschen… . Nur wer mich wirklich kennt , kann in ihnen sehen, wie ich mich wirklich fühle. Solange man das nicht erkennt, nicht in meinen Augen lesen kann, hat man mich nie wirklich gekannt. Viele kennen mein Lachen, aber keiner weiß wie ich mich fühle… . Viele hören was ich sage, doch keiner weiß was ich denke… . Viele sehen was ich schreibe, doch keiner weiß, was sich dahinter verbirgt… . Viele sagen sie kennen mich, dabei wissen sie nur wie ich aussehe… . Nimm Dir die Zeit, für die Menschen die Du liebst, …denn irgendwann nimmt die Zeit, …die Menschen die Du liebst!

 

März 2008

Es ist egal, welchen Berg ich besteige, oben werde ich immer weitersehen.
Was ich da oben suche, ich weiß es nicht. Die Wahrheit ist kompliziert,
dass sie niemand versteht.
Eigentlich ist der Berg nur ein imaginäres Ziel. Was zählt sind die Stunden,
Minuten, Sekunden, wie ich sie verbringe.
Es ist der Augenblick…, der zählt,                                                                                                                                                     die Augenblicke…, die zählen!

 

April 2008

Manche Augenblicke im Leben möchte ich einfangen – um sie noch einmal erleben zu können. Manche Augenblicke im Leben möchte ich vergessen, aus der Erinnerung streichen – doch es gelingt nicht. Manche Augenblicke im Leben sind so kostbar, dass sie in meinem Herz verankert sind – ich sie nicht mehr missen möchte.

Die Augenblicke im Leben sind kurz, aber die Gedanken halten sie fest.
Narben auf meinem Körper bedeuten, dass ich gelebt habe.
Narben auf meiner Seele bedeuten, dass ich geliebt habe… .

 

Mai 2008

Es gab einen Zeitpunkt in meinem Leben, an dem realisierte ich, wer mir wichtig ist, wer es nie war und wer es nie sein wird.
So mache ich mir keine Gedanken über Menschen aus meiner
Vergangenheit, denn es gibt einen Grund, weshalb sie nicht in meiner
Zukunft zu finden sind, sie es nicht in meine Zukunft geschafft haben!
Sogar aus schlechten Erfahrungen konnte ich sehr viel lernen, fühlen
und begreifen.
Tatsächlich sind es für mich, die STÄRKSTEN und WICHTIGSTEN
Lektionen, in meinem Leben. Immer wieder treten Menschen in
mein Leben, die mich ein Stück begleiten und dann wieder verlassen,
einige nehmen ein Teil meines Herzens mit, andere verschwinden so
schnell, wie sie gekommen sind, und noch andere hinterlassen Wunden
in meinem Herzen. Diese Wunden vernarben im Laufe der Zeit, die Narben verblassen und verschwinden. Dann ist mein Herz wieder frei, frei für einen neuen Menschen, der in mein Leben tritt, der mich begleitet, vielleicht sogar für den Rest meines Lebens – und ein gemeinsames Leben, in erfüllter Liebe…, meine Sehnsucht, mein Leben – die mir Kraft gibt, die mich stärkt und die mich fühlen und spüren lässt.
Die Zeit hat mich geheilt, die Zeit gab mir mein Leben zurück, die Zeit
hat meine Gefühle verändert, die Zeit hat meine Träume und Gedanken verändert, die Zeit hat meine Hoffnungen und Sehnsüchte verändert,
die Zeit hat mein Leben verändert und mir ein zweites Leben geschenkt.
Das einzige was die Zeit nicht verändern kann sind Momente, Augenblicke, Erinnerungen und die Vergangenheit… !

Ich kann verzeihen, doch vergessen kann ich nicht… !

Mein Focus gilt dem Jetzt und dem Morgen… „und das schaffe ich“

 

Juni 2008

„Und ich habe es geschafft“
und ich danke allen –
die an meiner Seite waren –
die an mich geglaubt haben –
die mich nicht aufgegeben haben –
die mir geholfen haben –
die mich gestützt haben –
die mir Halt gaben –
die mich beschützt haben –
die Verständnis für mich haben –
die mit mir gelitten haben –
die Angst um mich hatten –
die für mich gebetet haben –
die um mich geweint haben –
die zu mir gestanden haben –
die mich getröstet haben –
die mich lieben und in meine Zukunft geschafft haben…

Danke… Danke… Danke…,

von ganzen Herzen, alleine hätte ich es nicht geschafft… !

 

Vielleicht will es Gott, dass wir zunächst viele falsche Menschen  treffen,bevor wir die richtigen treffen…    

Wenn wir letztendlich die richtigen treffen, werden wir für dieses Geschenk dankbar sein…

                   

Fazit

Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte…,

im nächsten Leben würde ich versuchen, meine Fehler zu akzeptieren,
ich würde nicht so perfekt sein wollen,
ich würde mich mehr entspannen,
ich würde nicht mehr so gut funktionieren,
ich würde einige Dinge nicht mehr so ernst nehmen,
ich würde etwas gesünder leben,
ich wäre ein bisschen verrückter, als ich es gewesen bin,
ich würde mehr riskieren,
ich würde mehr reisen und Sonnenuntergänge betrachten,
ich würde mehr tauchen,
ich würde mehr mit dem Motorrad fahren,
ich würde mehr saunieren,
ich würde mehr küssen und lieben,
ich würde mehr kochen und gut essen,
ich würde mehr diskutieren und streiten, ich würde mehr Zeit mit mir verbringen, ich würde mehr Wut zeigen, mehr lachen und fröhlich sein… !

Ich war einer dieser ökonomischen, schlauen Menschen, die die meiste Zeit ihres Lebens profitabel und fruchtbar verbrachten; freilich hatte ich auch Zeiten und Momente der Freude, aber wenn ich noch einmal neu leben dürfte, würde ich versuchen, einfach nur mehr gute Momente und Augenblicke zu haben.
Nun weiß ich es auch sicher, aus diesen besteht nämlich das Leben.
Nur aus Augenblicken, so auch der jetzige – auch für die,

die in diesem Augenblick, hier lesen …

                                                                  2025

       

Lebenslauf in Kurzform

Am 15. März 1956 in der Kannenbäckerstadt
Höhr-Grenzhausen, als 4. Kind(von 6) und 2. Knabe(von 4),           
der Eheleute Irmgard und Karl Heuser geboren.
Als Volksschüler eingeschult und als Hauptschüler
die Schule abgeschlossen.
Handwerkslehre als Klempner, Gas- und
Wasserinstallateur abgeschlossen.
8 Jahre Bundesmarine als Schiffstechniker auf den
Zerstörern 3 und 4 sowie Schulschiff Deutschland.
(Unteroffizier und Portepee Unteroffizier/Bootsmann).
Meisterschule Hildesheim zum Gas-und
Wasserinstallateurmeister abgeschlossen.
24 Jahre Selbständigkeit im SHK-Handwerk.
13 Jahr Ausbilder bei der Handwerkskammer Koblenz
im SHK-Handwerk, seit Februar 2023 im Ruhestand.
Ehefrau Ulrike, Tochter Verena und 3 Enkeltöchter
Lana-, Nisha- und Romy-Zoe.
Bernersennenhündin Krümel(+ Sept. 2024) und Bernerdoodlehündin Ronja, 6
glückliche Legehennen – buntgemischt

Im Frühsommer 1956 mit meiner Mutter

 

Der Nikolaus kommt – Winter 1957, bei Opa Rudolf

 

          Ostern 1959 – nach dem Krankenhaus – bei Oma Frieda, mit meinen beiden großen Schwestern Karin und Evelyn 

 Ulrike

 

Seefahrt tut Not …

„Ehre sei Gott auf dem Meere, er hat das Meer so weit bestellt, als schönsten Teil der ganzen Welt und tat somit seiner Weisheit Kund,
damit nicht ein jeder Lumpenhund, mit dem die Erde so
reichlich gesegnet, dem ehrlichen Seemann da draußen begegnet.“

 

Uwe Heuser – Marinehistorie – 01/1976 – 12/1983
02.01.1976 – 31.03.1976 Technische Marineschule 2 in Brake Grundausbildung
01.04.1976 – 30.09.1976 Technische Marineschule 1 in Kiel Fachlehrgang 1
01.10.1976 – 31.12.1978 Zerstörer 3 Fachrichtung 41 Dampftechnik Obermaat
01.04.1978 – 31.06.1978 Ausbildung zum Schiffstaucher in Neustadt
02.01.1979 – 31.03.1979 Marine Unteroffizierschule in Plön Militärischer Bootsmannslehrgang
01.04.1979 – 31.12.1979 Technische Marineschule 1 in Kiel Fachlehrgang 2
02.01.1980 – 31.12.1980 Zerstörer 4 Schiffssicherungsmeister
02.01.1981 – 31.06.1982 Schulschiff Deutschland Werkstattmeister
01.07.1982 – 31.12.1982 Technische Marineschule 1 in Kiel Ausbilder Dampftechnik
02.01.1983 – 30.09.1983 HwK Hildesheim Gas- und Wasserinstallateurmeister
01.10.1983 – 31.12.1983 VKK 412 Verteidigungskreiskommando 412 in Diez

 Marine – Fotogalerie

 

 

Das erste Marinebild für den Truppenausweis

Januar 1976 – Grundausbildung- „Technischen Marineschule II“-            Brake/Unterweser  -Schiffstechnik Fachrichtung 41 Dampftechnik-                                                                             

Brake Grundausbildung 02.01.1976 - 31.03.1976 - FR 41           Schiffstechnik-Dampftechnik - 1. Inspektion - 3. Zug

Meine Ausbilder 1.Inspektion – 3. Zug – 9. Gruppe Hauptbootsmann                       Lasek und Obermaat Schwers

 9. Gruppe mit OMaat Schwers
Feierliches Gelöbnis in Brake - März 1976

 

„Zerstörer 4“  -Afrika ÜAG-

Unten "Zerstörer 4"  Werftliegezeit Kiel-HDW-Trockendock

      

     

 

 

 

 

 

"Zerstörer 4" - Sturmfahrt in der Nordsee -

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Amerikanischer Flechter -Destroyer- in den 40er bis 50er Jahre, bei Seegang zum Heizöl – Highline (Heizölübergabe auf See).

Wappen 3. Zerstörergeschwader/Kiel Z 2 – Z 5

 

Depression – Gedanken und Biografie

Gedanken und Biografie meiner (Depression) Melancholie…

„Meine geliebte Ostsee im Herbst 2006“ Das soll der Titel dieses Bildes sein. „Geliebte Ostsee“ – ja, aber auch oft gehasst. Gehasst, weil wenn starker Seegang die Dünung kurz und unberechenbar, hektisch umhergeht. Das gibt blaue Flecken beim Festhalten und Gegenhalten, am Stahl-Niedergang (Schiffstreppe). Während meiner Marinezeit habe ich sehr gerne in Kiel gelebt und die Vorzüge der Ostsee genossen. Der Salzgehalt der Ostsee ist geringer, dadurch ist Schwimmen und auch Tauchen angenehmer. Das Meer ist auch immer vorhanden! Hier möchte ich einfach nur niederschreiben, wie es mir in der Zeit der leidvollen Depression 2006 – 2008 erging. Meine melancholische Biografie! In meiner schwersten, schlimmsten, leidvollsten Lebensphase, meine Gefühle und Gedanken – wie alles begann – was war der Auslöser – Glücksfälle…..

So…., nun gehts los!

Irgendwann einmal, ich denke so in den 1990er Jahren, habe ich meine Hebamme kennengelernt. Nach der Frage meiner familiären Herkunft kam dann das Erstaunte „ach ja“ da kann ich mich noch erinnern (1956, bei noch fünf Geschwistern erstaunlich). Wir haben dich mit Großaufwand geholt und aufs Bett geschmissen und uns erst einmal um deine Mutter gekümmert. Ich hatte schon immer das Gefühl nicht willkommen zu sein, von Geburt (15. März 1956) an. Die Geburt war wohl eine Katastrophe, wir mussten noch bis Ende April im Krankenhaus bleiben. Ich glaube ich habe mich mit Händen und Füssen gewehrt, wollte einfach nicht diese Welt erblicken!
Die glücklichsten Menschen haben es nicht notwendig, das Beste von allem zu haben; sie machen nur das Beste aus allem, was ihnen widerfährt.… 
Ich möchte hier keine Ratschläge erteilen und auch nicht therapieren, ich möchte nur erzählen, wie es mir erging, was mir geholfen hat oder auch nicht. Ich selbst bezeichne mich bei einer Neuvorstellung, in der Selbsthilfegruppe, als Prototyp eines erfolgreichen Psychopathen. Warum diese Titulierung? Weil es mir gelungen ist, aus der tiefsten, untersten Sohle der Depression oder auch Psychose, diesem Loch, von mir auch Höllenschlund genannt, zu entfliehen. Mein Leben komplett zum Besseren umgestaltet und verändert habe. Melancholie, so nenne ich heute diese Depressionsphasen die ab und zu noch einmal anklopfen und mir sagen: „Hallo hier bin ich, wollte dich nur noch mal an mich erinnern, aber ich lasse dich bald wieder in Ruhe und du wirst auch nicht so leiden…!“ Auf dem langen Weg meine Depression zu bearbeiten, war es für mich wichtig diese zu akzeptieren und anzunehmen. Mit Hilfe meiner Therapeutin war es der erste, mühsame Erfolg. Nun folgte die erste Krücke, ein passendes Medikament musste gefunden werden. Im Nachhinein würde ich sagen, das ist auch das schwierigste. Die zweite Krücke ist nun die eigentliche Therapie, also Therapeut und Fachklinik. Ja, auch hier muss es, gelinde gesagt, passen. Außer der depressiven Leidensphase erscheinen nun noch weitere, meist schmerzhafte Phänomene. In der Psychosomatik werden die körperlichen plagenden Merkmale der Depression z. Bsp. Kopf-, Bauch-, Rücken-, Nackenschmerzen spürbar, der Burnout gehört ebenfalls dazu. Im Beitrag „Über mich“ auch beschrieben!  In der Therapie stellt sich nun die unausweichliche Frage: „Was ist nun die Ursache dieser, meiner Depression?“ 2005 habe ich nun, nach einem satten Burnout, zusammen mit meiner Therapeutin, unter Einfluss von Beruhigungs-, Schlafmittel, Antidepressiva und Akupunktur versucht dem Feind auf die Schliche zu kommen. Ich nehme es jetzt und hier schon mal vorweg, es hat nicht funktioniert. Bis Januar 2008 hat es noch gedauert, bis zu einem (glücklichen) massiven Zusammenbruch, den Ursprung nun endlich zu erforschen.
"Ich habe die Hoffnung, auf eine bessere Vergangenheit, aufgegeben...!"  Diesen Spruch habe ich auf unser Wohnmobil geklebt!
Meine Therapeutin ist auch Psychologin, Dr. U. N. aus Neuwied, sie konnte somit auch die Rezepte für die Medikamente ausstellen und mich arbeitsunfähig schreiben, auch die chinesischen Akupunktur hat sie angewendet. In dieser schweren Zeit, ich war selbständig (SHK-Handwerksbetrieb mit 5 Mitarbeitern), war ich privat krankenversichert. Im Nachhinein ein sehr großes Glück, denn meine Krankenversicherung hat alle Kosten, einschließlich Therapie, Klinik-Aufenthalte, Krankenhaus-Tagegeld und auch Krankengeld (längere Zeit) bezahlt. Doch all mein Mühen, alle Medikamente und alle Hilfe meiner Therapeutin es wurde immer schlimmer, das Leiden immer größer und die Nacht zum Tag – der Tag zur Nacht. In dem Gedicht „Meine Nacht“ von mir beschrieben. Ich weiß nicht mehr wie viele verschiedene Medikamente ich konsumiert habe, doch an das damalige kann ich mich noch recht gut erinnern. Es verursachte einen trüben, nebligen Zustand mit einem Blick wie durch eine Gardine, fast schon schwebend und beinahe angenehm, aber halt nicht gut. Erste, ernsthafte, schlimme Gedanken machten sich selbstständig mit Kopfkino und Karussellfahrt in der Nacht. Ich mußte Schlafmittel und Beruhigungsmittel nehmen, um mein Tagesgeschäft irgendwie auszuführen. Also beschlossen wir, meine Therapeutin und ich, eine Kliniktherapie zu beantragen.
Früher war die Zukunft auch besser...! A. d. Spruch steht auf dem Womo! 
Die passende Klinik wurde schnell gefunden und nach einem Chefarztgespräch, bei dem auch die Dringlichkeit erkannt wurde, habe ich in der Psychosomatischen – Fachklinik – Bad Honnef, einen Therapieplatz erhalten. Ein Vierteljahr volles Therapieprogramm, auch wieder mit Höhen und Tiefen, doch mit wertvollen, hilfreichen und intensiven, langen Freundschaften. Leider bewegte ich mich auf der Stelle, das eingebrachte Medikament wurde nicht verändert und die Therapieansätze blieben auch die gleichen. Mich plagten starke Rücken-, Kopf- und Nackenschmerzen, das Gefühl ein mächtiger Ast liegt quer über meinen Schultern (in meinem Gedicht „Meine Angst“ beschrieben). Angstzustände und Existenznot nahmen ihren Lauf somit kamen auch noch Schmerzmittel zum Einsatz bzw. Medikamentencocktail. Schlafen ohne Schlafmittel war nicht mehr möglich. Meine dortige Therapeutin äußerte den Wunsch: „Bringen sie mir doch bitte, vom Rheinufer, einen passenden Treibholzast, zur nächsten Therapiestunde, mit!“ Also machte ich mich, mit meinen neuen Freunden, auf den Weg. Ich fand dann auch recht schnell ein geeignetes Exemplar (welches für den Schmerzzustand passte). Ich war froh ihn nicht allein zur Klinik zu tragen, denn er war sehr mächtig und schwer, doch auch für mich eben passend. Zur nächsten Therapiesitzung nahm ich diesen besagten Ast mit. Kommentar meiner Therapeutin: „Puh, jetzt sind mir ihre Schmerzen auch begreifbar.“ Dieser Ast war dann auch noch einige Zeit Gesprächsstoff in der Gruppentherapie. Wie erwähnt, nach einem Vierteljahr wurde ich, auf eigenen Wunsch, aus dieser Klinik entlassen, doch leider, ohne einen Ansatz von gesund zu sein. Das Schönste an diesem Klinikaufenthalt waren die unsagbar guten Freundschaften, wir haben sehr viel gemeinsam unternommen (Abende in der Stadt oder Sauna in Windhagen). Die Freundschaften waren lang andauernd, intensiv, einzigartig und wir haben uns selbst therapiert. Danach haben wir uns öfter in Bad Honnef getroffen. Für mich eine sehr positive, angenehme Lebenserfahrung.
Und über keine Dinge in der Welt weiß ich weniger als über mich...!     Ich kann die Augen verschließen und trotzdem geschehen Dinge; Ich kann schreien und trotzdem werde ich nicht verstanden; Ich kann weinen und trotzdem ändern sich die  Situationen nicht; Ich kann versuchen zu vertrauen und trotzdem enttäuscht werden; Ich kann versuchen zu vergessen und trotzdem bleiben schmerzende Erinnerungen; Ich kann vor Problemen in Träume flüchten und trotzdem wache ich immer wieder auf; Ich kann versuchen zu lachen und trotzdem bleibe ich traurig; Ich kann das Licht suchen und trotzdem mich immer wieder in der Dunkelheit verlieren...!
In dieser schwierigen Zeit war meine damalige Lebenspartnerin, mit ihren Zwillingsbuben, mein erster bewusster Glücksfall, denn sie stellte sich vor, hinter und neben mich, ließ nichts Belastendes oder Negatives an mich heran, tauschte das Handy aus und niemand konnte auf mich einwirken. Sie gab mir Mut, Zuversicht und Liebe. Das private Glück und die neu gewonnenen Freundschaften ließen mich gesünder erscheinen, als ich wirklich war. Ein psychisch kranker Mensch ist auch meist ein guter Schauspieler. Ich wollte einfach nur nach Hause, also spielte ich den Genesenen. Mit meiner kleinen Familie verbrachte ich viel Zeit, es kam etwas Struktur in mein Leben. Wir fuhren mit dem Wohnmobil in den gemeinsamen Urlaub, natürlich an die Ostseeküste. Mein Zustand verschlimmerte sich von Tag zu Tag, Woche zu Woche und Monat zu Monat. Bei einem Waldspaziergang mit einem der Buben, er nahm mich an die Hand und sagte: „Du bist ein toller Papa, aber warum schaust du immer so traurig?“ Mir stockte der Atem, ein Kind erkennt meinen Zustand an meinen Augen! Diese Aussage hat mich sehr nachdenklich gemacht. Wie sehen mich meine Mitmenschen? Zu seiner Aussage bezüglich „toller Papa“ sagte ich ihm, dass ich nur ein guter Freund sein kann, ein väterlicher. Anfang November 2007 sagte mir meine Partnerin: „Es tut mir sehr leid, doch meine Kräfte schwinden, ich muss mich mehr um meine Jungs kümmern.“ Ich hatte Verständnis für die Trennung, war doch der „Novemberblues“ in vollem Gange und die Zwillinge waren in einer schwierigen Schul- und Lebensphase. Mein Lebensmut verließ mich, noch mehr, noch tiefer war das Loch, in dem ich mich nun befand. Zum Geburtstag schenkte mir meine Partnerin einst einen eigenen Stern, mit meinem Namen. In „Meine Sternensuche“ gedichtet (allerdings erst später).Zu meiner psychischen Tiefpunktphase kam jetzt noch der Trennungsschmerz dazu. Mein Gedanke war gefasst, ich wollte diese Welt verlassen, so schnell es geht – die Menschheit von mir befreien. Mein Versicherer wollte nun ein Gutachten über meinen Gesundheitszustand, dieses sollte ein Professor in Lahnstein durchführen. Leider ist mir der Namen entfallen. Dazu wollte ich es nicht mehr kommen lassen, hatte schon einiges an Schlafmitteln, in Flüssigkeitsform, gehortet. Dann ein Anruf meiner Freundin Elisabeth (aus Bad Honnef). Wir redeten sehr lange und intensiv, sie konnte mich nicht von meinem Plan abbringen. Sie fragte nach dem Schlafmittel und welche Menge ich hätte. Elisabeth wollte ihre Schwester, die Apothekerin war, fragen und mich dann wieder zurückrufen. Nach einigen Minuten kam dann diese Rückmeldung: „Uwe, mach´s nicht, die Menge ist nicht ausreichend, das könnte in die Hose gehen…!“ Somit wurde Elisabeth vermutlich meine Lebensretterin, der 2. Glücksfall. 
Kennst du das Land, wo keine Blumen blühen, den finsteren Kerker,         den kein Gott besucht? O wehe dem, der dahin musste ziehen,               o Hundeloch, sei tausendmal verflucht!                                                                                H. Hesse 
Vorweg, hier nun mein 3. Glücksfall. Nachdem ich nun mein Vorhaben aufgab (vorerst), habe ich den Gutachtertermin wahrgenommen Freitag, 09.11.2007-07:30 h bei diesem Psychologen/Professor in Lahnstein. Ich war pünktlich und der einzige Psychopath im Wartezimmer. Um 8 h wurde ich aufgefordert, im Sprechzimmer Platz zu nehmen. Der Professor kam in das Zimmer, gab mir die Hand zum Gruß und setzte sich hinter den Schreibtisch, mir gegenüber. Der erste Eindruck, ein reifer, grauhaariger, großer, schlanker, sympathischer Mann. Er erklärte mir, dass er für meine Krankenversicherung einen Krankenbericht erstellen soll. Er blickte mir in die Augen, stellte mir Fragen (Therapie, Klinik, Medikamente, wie es mir geht und wie ich mich fühle) und machte sich Notizen. Dann kam der Hammer, ein Schock, eine Wahrheit, die kaum zu ertragen war. Er sprach meinen absolut schlechten Zustand und die Suizidgefahr offen aus und wollte dies auch meiner Versicherung, mit Dringlichkeit und sofortiger Einlieferung in die Psychiatrie, mitteilen. Er sagte dann: „Ich habe in meiner langen Praxiszeit nur ganz wenige Menschen in diesem Zustand erlebt, sie müssen sofort in eine geeignete Fachklinik und wenn ich sage, sofort dann meine ich auch sofort. Bei ihnen reicht ein Blick in die Augen, um ihren Zustand zu erkennen.“ Falsche Therapie auch in der Klinik Bad Honnef und falsche Medikamente war seine weiter Aussage. Es ist zwar nicht meine Aufgabe, doch aus gebotener Fürsorge werde ich mit Hilfe ihrer Therapeutin, eine Fachklinik finden. Ich sollte nun zu meiner Therapeutin fahren und mich in die vom Professor zwischenzeitlich gefundene Fachklinik überweisen und auch bis auf weiteres weiter krankschreiben lassen. Während der Fahrt von Lahnstein nach Neuwied hat dieses alles auch funktioniert. Meine Therapeutin hat in einem Telefonat mit diesem Professor alles geklärt und war auch nicht sauer (sie kannten sich wohl sehr gut). Für Sonntag, 11.11.2007 war die Aufnahme in der Buchtal Klinik in Albstadt (südl. Stuttgart) Fachklinik für Psychosomatische Medizin, Psychotherapie und Psychiatrie vereinbart. Nach einem letzten Gespräch mit meiner Therapeutin und meinem Gutachter/Professor wurde mir erzählt, dass dieser Vorgang einzigartig ist, eine Klinik an einem Freitag die noch einen freien Platz hat zu finden Glück ist. Ich packte meine 7 Sachen und wurde am Sonntag, 11.11.2007 nach Albstadt gebracht, in die Psychiatrie eingeliefert und mit Tavor ruhiggestellt. Ich gab mir selbst die letzte Chance. Die Buchtal Privatklinik am Waldrand vom Ortsteil Tailfingen gelegen war gerade erst im September 2007 eröffnet, mit ca. 30 Therapieplätzen. Es roch noch nach Neu, ich bezog ein Einzelzimmer und wollte die Mehrkosten mit dem Tagegeld verrechnen. Dieser Professor wurde durch sein Tun vermutlich zu meinem 2. Lebensretter und somit zu meinem 3. Glücksfall…!!!???   
Wir finden Tröstungen, wir finden Betäubungen, wir lernen Kunstfertigkeiten, mit denen wir uns täuschen.  Das Wesentliche aber, den Weg der Wege, finden wir nicht...!
 

Buchtalklinik 1. Kapitel – „Die Psychiatrie“                

www.akutklinik-albstadt.de Ankunft in Albstadt Buchtalklinik am 11.11.2007 – 16:30 Uhr, ich wurde von einer Krankenschwester empfangen und das Aufnahmeprozedere nahm seinen Lauf. Die diensthabende Psychologin, sie hatte Rufbereitschaft, wurde zum Einlieferungscheck angerufen. Ich bekam noch einen Happen zu essen und wartete mit meinem Gepäck auf die Ärztin. Mit der Wartezeit hatte ich kein Problem, war sowieso nicht mehr so richtig „In“ mir. Wie schon erwähnt, ich gab mir selbst die letzte Chance – ganz ehrlich ich gab mir auch selbst wenig Hoffnung, doch ein Freispiel hatte ich ja nun. So stellte ich mich auch dar, überheblich mit den Worten „game over ohne Erfolgsaussicht“. Natürlich war der Psychologin mein schlechter Zustand aufgefallen, sie erklärte mir die erforderlichen Maßnahmen in der Psychiatrie, ich bekam die erste Dosis Tavor und noch ein Medikament. Die Unterhaltung fand ich, trotz meines Zustandes, angenehm auch die Psychologin fand ich sympathisch. Frau Dr. Hesselbarth ca. 40 Jahre, mit sächsischem Unterton, wurde auch meine Bezugstherapeutin (das erfuhr ich dann am nächsten Tag). Sie sah gut aus und teilte eine Leidenschaft mit mir – „das Rauchen“. In dieser Zeit rauchte ich Zigarillos „Fellows Red“ mit Vanillearoma. Ich bezog mein Zimmer, von mir sarkastisch Zelle genannt, räumte die Klamotten ein und legte mich auf´s Bett. Erstaunlicherweise schlief ich auch gut ein, war halt auch sehr erschöpft und Tavor begann zu wirken. Montagmorgen im Speisesaal staunte ich nicht schlecht, hier waren nur ca. 12 Patienten anwesend, vorweg bis zum Ende meiner Therapie waren es 28. Mir wurde ein fester Sitzplatz, an einem 8 Personentisch, zugewiesen an dem schon 2 Männer saßen. Kurze Vorstellung und man sieht sich. Nach dem Frühstück hatte ich dann das Gespräch mit dem Chefarzt, der auch der Miteigentümer der Buchtalklinik war. Aus seiner Sicht sollte ich, in der Psychiatrie, erst einmal zur Ruhe kommen und eine abgespeckte Therapie erhalten. Mit anderen Worten „Ruhigstellung und Ursachenforschung“. Mittlerweile stellte sich bei mir auch die nächste, teils schmerzhafte Symptomatik ein. Ein Kloß im Bauchbereich machte sich selbstständig und mir das Leben schwer (im Gedicht „Angst“ auch beschrieben). Er wuchs wurde kleiner wieder größer und drückte mal da mal dort einfach nur ekelhaft. Die Therapie mit Frau Dr. Hesselbarth wurde immer anstrengender, sie und ich sahen keinen Fortschritt, kein Licht am Ende des Tunnels, es wurde sogar laut, flossen Tränen. Ich fing an mich selbst zu quälen, hörte mit dem Rauchen auf, joggte um 6 Uhr jeden Morgen ca. 8 km durch den Wald, jede freie Stunde auch noch auf die Rudermaschine oder auf´s Ergometer und abends in die Sauna. Mit dem Nichtrauchen stieß ich auf Unverständnis, man war der Meinung es wäre kontraproduktiv, mir in dieser, meiner schlechten Verfassung noch mehr Stress anzutun. Doch ich habe es geschafft, seit dem 09.12.2007 in Eigentherapie „Rauchfrei“. Doch die Verzweiflung, die Psychose und die Psychosomatik machten mein Leiden und somit mein Leben schlimmer. Nun begann ich Gedichte zu schreiben, meist in schlafloser Nacht entstanden meine Werke, meine Gedichte, meine Gefühle, meine Gedanken…
Die beste Art von Menschen ist diejenige, mit der wir auf einer Veranda sitzen können, ohne ein Wort zu sprechen, aber wenn wir auseinander gehen, das Gefühl haben, die beste Konversation geführt zu haben, die wir jemals gehabt haben. 

Buchtalklinik 2. Kapitel – „Die bittere Wahrheit“

Anfang Januar, das Klinik-Therapieleben plätscherte so vor sich hin, Gedichte zu schreiben begeisterte nicht nur mich selbst, auch meine Therapeutin und meine Mitpatienten waren Teils sehr angetan oder besser gesagt begeistert. Jedes neue Gedicht wurde in den Gruppengesprächen analysiert, intensiv besprochen. Wohl auch das Klinikpersonal sprach in deren Sitzungen über meine Gedichte. Bei einer solchen Sitzung stellte dann der Chefarzt fest, dass ich noch nach mehr als sieben Wochen Tavor bekam. Entsetzt muss er dann gesagt haben, „es muss sofort damit begonnen werden es abzusetzen.“
Das Medikament ist für eine Kurzzeitbehandlung von maximal vier Wochen zugelassen, weil schon nach kurzer Zeit der Einnahme eine körperliche Abhängigkeit entstehen kann. Zur Langzeitbehandlung sind andere Medikamente besser geeignet. 
Dieses sofort absetzen nahm die Nacht-Krankenschwester wörtlich. Also bekam ich nicht meine geliebte „Superpille“. Ich schlief auch ganz gut ein. Doch gegen Mitternacht wurde in mir der Tiger geweckt, ich ging ab wie Schmidt`s Katz – Schweißausbrüche, Herzrasen, Atemnot – ich wusste nicht was da geschah. Durch mein lautes Schreien wurden meine Mitpatienten geweckt und riefen die diensthabende Ärztin.    Hier beginnt nun mein 4. Glücksfall, Glücksfall #4.1. Frau Dr. Klement, die diensthabende Fachärztin/Therapeutin war über Nacht in der Klinik, weil ihr Wohnort in Richtung Bodensee, zu weit von der Klinik (Rufbereitschaft) entfernt war. Sehr schnell erkannte sie die Situation, sie gab mir eine Tavorpille und recht zügig erreichte ich den Beruhigungszustand. Glücksfall #4.2. Sie setzte sich in den Sessel, unterhielt sich sehr intensiv mit mir. Sie fragte nach meinen Gedichten und ob sie diese lesen darf, sie hatte davon in den Sitzungen gehört. Ich händigte ihr meine Gedichte aus, sie begann eins nach dem anderen zu lesen, ab und zu nachfragend kam sie dann zum Gedicht „zu früh“. Ein klein wenig Entsetzen erkannte ich in ihren Gesichtszügen –„was ist das denn“- war ihre Frage. Ich fing an ihr dieses Gedicht mit dem Hintergrund zu erklären.   

Hier nun mein frühkindliches Erlebnis, der Anfang allen Übels, der Auslöser – Beginn meiner Leidensgeschichte.

Im frühkindlichen Alter von fast 3 Jahren, Ende Februar 1959, spiele ich mit meinem gleichaltrigen Nachbarsfreund auf dem Trottoir. Wir fuhren mit unseren Dreirädchen umher, irgendwie verspürte ich schon Frühnachmittags ein gewisses, leicht schmerzhaftes Ziehen im Unterleib. Nach dem Abendbrot gings zu Bett, mein Kinderbett stand noch im Elternschlafzimmer, da begann in der Nacht der große Schmerz im Unterleib. Leise vor mich herschluchzend wurden meine Eltern darauf aufmerksam. Zu dieser Zeit gab es noch kein Telefon im Haus, also musste mein Vater bis zum Rotkreuz Krankenwagenfahrer laufen, diesen aus dem Bett klingeln und ihn auffordern, mich ins Krankenhaus zu fahren. Sein Name war Halbritter stammte aus Bayern, er war natürlich total begeistert jetzt zur Nachtzeit ein Kleinkind ins Krankenhaus zu chauffieren und fluchte wohl andauernd (natürlich auf bayrisch). Es war leider auch sehr akut, meine Eltern vermuteten eine Blinddarmentzündung. Die erste Station war das Krankenhaus in Vallendar – hier abgewiesen. Zweite Station war das Stift-Krankenhaus-Koblenz – hier abgewiesen. Dritte Station war das Kemperhofklinikum-Koblenz – hier abgewiesen. Nun wurde Herr Halbritter recht zornig und sagte an der nächsten Klinikstation Marienhof-Koblenz, wenn hier nicht direkt geholfen wird stirbt mir der Bub. Hier wurde ich nun letztendlich auch notoperiert, der Blinddarm war vereitert und auch schon durchgebrochen. Rettung in letzter Minute, noch einmal dem Satan von der Schippe gesprungen. Nach der Operation wurde ich in einem Gitter-Kinderbett wach. Das Bett stand im Männerschlafsaal mit ca. 10 Betten in der hintersten Ecke. Hier hatten die Pflegenonnen das Sagen, ich trug wieder Windeln und sollte einfach nur ruhig sein. Nun kommt der Hammer, hier blieb ich liegen und durfte keinen Besuch erhalten, rein keinen Besuch auch nicht von meinen Eltern. Vier Wochen dauerte diese Katastrophe. Mein Leid schluchzte ich ins Kopfkissen, ab und zu kam einer dieser Schlafsaalmänner und streichelte mir übers Haar, spendete Trost. Im Türfenster erkannte ich ab und zu den Kopf meiner Mutter der sich wieder rasch entfernte. Die Schwestern kamen dann anschließend und brachten mir ein Spielzeug. Doch meine Frage war natürlich, was habe ich nur getan, dass man mich hier abgelegt hat. Meine Eltern holten mich nach 4 Wochen ab. Ich würdigte sie keines Blickes, lief zu Hause zu meinen Großeltern und wollte nichts mehr mit meinen Eltern zu tun haben. Kopfschüttelnd und mit erstem Gesichtsausdruck hörte sich die Nachtärztin meine Geschichte an die bittere Wahrheit -. Nun wurde diese Therapeutin zu meinem Glücksfall #4.3., sie war Fachärztin für Psychotraumata und erkannte in meiner Leidensgeschichte, den damit geschriebenen Gedichten, dem Zusammenbruch und dem gesamten Gespräch die psychischen Zusammenhänge, wörtlich -„sie sind durch dieses Erlebnis hochgradig traumatisiert“-. Endlich, wenn auch durch sehr viel Glück, konnte nun der Anfang, der Auslöser meiner psychischen Erkrankung, meines Leidens, meiner Melancholie erkannt werden.
Es ist wahr, dass wir erst dann wissen, was wir gehabt haben, bis wir es verloren haben, aber es ist auch wahr, dass wir nicht wissen, was wir vermissen, bis es eintrifft. 

Buchtalklinik 3. Kapitel – „Therapie mit Erfolg“

Mit einem kleinwenig Schlafmittelchen konnte ich die letzten 4 Stunden zufrieden einschlafen. Meine Nacht war schon in der gesamten Klinik bekannt, ich durfte das Frühstück auf dem Zimmer einnehmen und noch etwas Zeit im Bett verbringen. Um 9 Uhr bekam ich Besuch von meiner Therapeutin, sie hatte bereits mit meiner Glücksärztin gesprochen, sie gab mir bedingt durch die aktuelle Situation zu verstehen, dass sich nun unser gemeinsamer Therapieweg trennt. Meine zukünftige Therapie soll mit der Trauma Therapeutin neu aufgestellt und ausgerichtet werden. Meine Ansage darauf: „Frau Hesselbarth Sie und ich, wir beide, haben einen langen teils anstrengenden gemeinsamen Weg zurückgelegt. Ich habe mich sehr an Sie gewöhnt und ich mag Sie, auch wenn Sie rauchen. Ich möchte mit Ihnen, gemeinsam nun auch den Endspurt, das Ziel erreichen.“ Da kullerten doch tatsächlich ein paar Tränchen bei meiner Therapeutin und sie nahm mich kurz in ihre Arme mit den Worten: „Das kläre ich jetzt ab“ verschwand sie aus dem Zimmer. Die gesamte Therapie wurde nun auf die Traumaerkenntnis umgestellt, gemeinsam mit meiner Therapeutin und mit Hilfe der Traumaärztin gings am nächsten Tag los. Ich bekam außerdem Einzel – KBT (Konzentrative Bewegungstherapie) mit der Trauma Therapeutin. Hier konnte ich mich so richtig auslassen, Wut ausleben und laut schreien. Ich möchte mich nicht weiter darauf einlassen ich durchlebte noch einmal die Hölle doch die psychischen Erkenntnisse und die Zusammenhänge wurden von mir erkannt und verarbeitet. Ich machte weiterhin viel Sport und ging im „Albstädter Badkap“ mehrmals in der Woche/Wochenende in die Saunaanlage. Diese Wohlfühlstunden, meine neuen Freundinnen und Freunde sowie die erfolgreiche Therapie gaben mir immer mehr Lebensfreude zurück. Viele weitere Unternehmungen, Ausflüge und die abendlichen Ausgänge (in unser Stammlokal), ließen die Zeit rasant vergehen. Am 11.März 2008 gings, nach erfolgreicher – glücklicher Therapie, nach Hause. Zu Hause angekommen räumte ich nicht nur meine Kleidung in den Schrank, sondern räumte auch den Rest meines alten Lebens gründlich auf. Dies war meine letzte Chance – nie mehr Therapie – nie mehr Medikamente – nie mehr in eine Klinik – nie mehr solche Depressionen………. Mein Glücksfall #5 – die Selbsthilfegruppe, ich besuchte sie und besuche sie immer noch, es gibt nichts Besseres als in einem Raum mit seines Gleichen zu sein und zu reden. Mein Glücksfall #6 ist für mich heute der wichtigste und wertvollste Mensch überhaupt, meine Ulrike – nicht nur Ehefrau, Freundin und Partnerin, sondern verständnisvolle, mitfühlende Helferin in der Melancholie. Besonders in der grauen Jahreszeit, aber auch ohne erkennbaren Auslöser, leide ich immer noch unter der Melancholie – mal mehr mal wenig – eigenmächtig, bei weitem nicht mehr so leidvoll und nicht mehr so schlimm – ich ertrage es – auch ohne Medikamente – doch mit sehr viel Verständnis…!                                           
Anfangs wollt ich fasst verzagen, Und ich glaubt, ich trüg es nie; Und ich hab es doch getragen, Aber frag mich nur nicht wie? 
Ich habe fertig…, ja, mit der erfolgreichen Depressions- bewältigung. Doch es gab auch Konflikte in meiner Klinik- Therapiezeit. Ein für mich positiv, schönes Erlebnis und auch ein äußerst negativ, belastendes Ereignis. Nachstehend werde ich diese beiden Erlebnisse niederschreiben.

Buchtalklinik 4. Kapitel – „Erlebnis und Konflikt“ 

I. Es muss nicht immer Liebe sein, auch wenn es sich so anfühlt…! 
So Mitte Dezember´07 kamen neue Patienten in die Klinik, darunter ein Frau Anfang 40, hier nenne ich sie Carla. Sie war, wie wir alle Anfangs, sehr zurückhaltend still. Ich sah ihr die Depression an, das Leiden, die Depression zeigte sich in ihrer Ausstrahlung. Ich konnte es an ihren Augen erkennen, ja, die Augen zeigen die Traurigkeit und die Müdigkeit. Carla ließ weder Nähe noch Gespräch zu, so gab sie sich und so zeigte, sagte sie es. In Gesprächen mit meinen Mitpatienten und Freunden wurde mir selbst auch dieses Verhalten nachgesagt, vielleicht sogar mit noch größerer Distanz, noch ausgeprägter, noch intensiver. Ich war froh, dass sie in einer anderen Therapiegruppe war. Nur beim gemeinsamen Sport und bei der Bewegungstherapie sahen wir uns. Das gemeinsame Weihnachtsfest und Silvester bzw. Neujahr, wir waren nur etwa 6 Patienten über die Festtage in der Klinik, kam es zu Gesprächen und Spielenachmittagen. Unsere Gemeinsamkeit, das Laufen, brachte uns nun erstmalig Nähe. Carla lief immer spätnachmittags, nach der Therapie, ich lief immer frühmorgens, vor der Therapie, aber immer im Dunkeln durch den Wald. Sie fragte mich: „Würdest Du mich begleiten, es ist mir allein etwas unheimlich?“ Gesagt getan, ab dann liefen wir nach der Therapie gemeinsam. Nun machte sich auch zunehmend meine neue Trauma-Therapie bemerkbar, es ging beständig bergauf. Das Licht am Ende des Tunnels war sichtbar, erkennbar und spürbar. Carla und Ich verstanden uns immer besser, Gespräche und Freizeitaktivitäten wurden intensiver, ja angenehmer. Wir besuchten an den Wochenenden Bekleidungs-Outlet-Center, Museen und Sehenswürdigkeiten in Stuttgart bzw. Reutlingen und natürlich die Hohenzollernburg. Cafe Lenau am Albstädter Marktplatz, sowie das Wirtshaus „Zum Schlitzohr“ wurden, zusammen mit unseren Freunden, zu Stammlokalen. Ich besuchte immer noch regelmäßig, mit großer Leidenschaft, die Saunaanlage „Badkap“, meine Erholungsinsel. Dieses Einzigartige, diese Entspannung, dieses für Mich sein, wollte ich auch weiterhin alleine genießen. Auch weil ich mit einigen „süchtigen Saunagängern“ bzw. einigen saunierenden, schwäbischen Ureinwohnern gute Bekanntschaften geschlossen hatte. Also in diesem Bezug blieb ich eher wortkarg, doch irgendwann kam dann die Frage: „Nimmst Du mich mit ins Badkap?“ Nach der Klärung, bezüglich Beziehung in der Therapie (in jeder Klink nicht gewünscht), und des beidseitigen akzeptieren der nur Freundschaft, fuhren wir dann ins Badkap. Die darauf folgenden Wochenenden verbrachten wir gänzlich im Badkap, es war einfach nur superschön und wir merkten nicht die zunehmende Zuneigung, die Nähe die dabei entstand. Oder wollten wir es nicht spüren? Anfang Februar, es war ein kalter Sonntagmorgen, fuhren wir schon früh ins Badkap, wollten dort auch frühstücken (mal was anderes als die Klinikkost). Es waren erst sehr wenig Leute in der Saunaanlage und es gab auch noch keine Aufgüsse. Nach dem Frühstück beschloss ich, einen Saunagang in der ultraheißen Erdsauna, Carla besuchte die 60° Biosauna (da kannst du stundenlang dösen). Nach ca.10 Minuten Erdsauna war Abkühlung angesagt, unter der kalte Schwallbrause und im Eisbecken (nach der Minusnacht im wahrsten Sinne des Wortes). Nach der Abkühlung gings mit Wollsocken und Bademantel zum Ruheraum. Schwuppdiwupp ins wohltemperierte Wasserbett, ich kann euch sagen Millionen Ameisen grabbelten über meinen Körper. So wahr eben dieses Gefühl für mich. Carla war noch in der Schmuddelsauna, so habe ich die Biosauna mit ihren bunten Lichteffekten genannt. Ich war wohl etwas eingelullt da merkte ich wie die Wolldecke leicht angehoben wurde und jemand sich zu mir legte, ganz langsam, ganz behutsam, ganz vorsichtig. Natürlich wusste ich wer da ins Bett kroch. Ich stellte mich schlafend, mir stockte der Atem, das lag jedoch nicht an ihren eiskalten Füssen. Eine Hand streichelte zart meinen nackten Körper. Sie hauchte mir leise ins Ohr: „Es tut mir nicht leid und ich halte es nicht mehr aus, ich will dich jetzt und sofort…“ Wir waren beide ausgehungert und es kam was nicht kommen durfte, doch das war uns gelinde gesagt egal. Wir waren im Ruheraum ganz allein und es war unsagbar schön, wir blieben noch länger im Wasserbett liegen, genossen in Stille diese unbeschreibliche Zeit. Den Rest des Sauna-Sonntag verbrachten wir eher nachdenklich, besinnlich still. Auf diese neue Situation waren wir nicht eingestellt, ich wollte auch noch keine Beziehung eingehen und in der Therapie für mich undenkbar. Es gab zwar kein Verbot, doch es war tabu. Ich war irgendwie verzweifelt, wusste ich noch nicht wie Clara damit umgeht. Ob es für sie eher belastend war, sie gar darunter leidet. Clara machte auf mich einen glücklichen, zufriedenen und ruhigen, gefassten Eindruck. Bei mir war es ähnlich, einfach nur ein gutes Gefühl. An der Klinik angekommen verabredeten wir, eine Nacht darüber zu schlafen, um dann zu reden. Gesagt, getan – bei der abendlichen Laufrunde, wir liefen nur kurz, setzten wir uns auf eine Bank. Es kam zu einer klaren Aussage, damit hätte ich niemals gerechnet, für mich genauso zu akzeptieren. „Lass uns, für den Rest der Klinikzeit, zusammenbleiben, ohne feste Bindung. Die Zeit gemeinsam genießen und glücklich sein.“ Doch konnte das gehen…? Ja, es ging – denn weder Clara noch Ich hatten ein Beziehungsproblem – im Status Quo. Eine Kurzzeit -Liebelei wurde von uns als therapiefördernd angesehen. Ich weiß auch bis heute nicht, in welcher Beziehung sich Clara befand, gelinde gesagt, es war mir auch egal. Clara hatte ein Zweibettzimmer in der Buchtalklinik, also waren wir sehr oft in meiner „ Zelle“, zu zweit. Die Zeit raste, gefühlt noch schneller, mein Entlassungstermin rückte immer näher. Unsere Zweisamkeit blieb jedoch nicht unentdeckt, es kam zu einem gemeinsamen Gespräch zwischen Clara und ihrer Therapeutin, meiner Therapeutin und mit Mir. Bevor die Klinikleitung davon erfuhr, sollte ein gemeinsames Gespräch, Klärung schaffen. Wir erzählten alles, auch unseren Beziehungsstatus, auch wie gut es uns damit ging und dass es sowieso bald endet. Doch beide Therapeutinnen sahen keine Gefahr für den weiteren Theraphieverlauf, der bei mir in 8 Tagen zu Ende war. Wir sollten uns zurückhaltender zeigen und nicht mit anderen darüber sprechen. In der letzten Woche kam es dann zu einem Konflikt, der mich sehr belastet hat. Ich werde noch, im Anschluss, darüber schreiben. Clara stand fest zu mir, half mir diese Hürde zu nehmen. Der letzte, gemeinsame Tag wurde nun doch emotioneller als gedacht. Wir nahmen in der Nacht Abschied, am Vorabend von allen anderen Freunden, Patienten und dem Klinikpersonal. Es war so abgemacht, dass ich noch vor dem Frühstück, die Buchtalklinik in Albstadt verließ. Mit Schwermut ging die Fahrt in Richtung Heimat. „Habe ich richtig gehandelt?“ Ja, sagte mein Gefühl. Von Clara habe ich nie wieder gehört, so war es abgemacht. Im Nachgang waren diese, gemeinsamen Augenblicke, mit die schönsten und glücklichsten Augenblicke meines Lebens. Wir haben es beide genossen, eine glückliche Zeit – ja, ein kleines bisschen Liebe war wohl doch dabei, denn ohne geht’s nicht. Einzigartige Gefühle, innigste Zuneigung, großes Vertrauen und Ehrlichkeit, ließ diese einmalige Zweisamkeit (auf Zeit) gedeihen. 
II. Es gibt Konflikte und Menschen, die muss ich nicht haben…! 
Eben zur gleichen Zeit wie Carla in die Klink kam, kam auch ein neuer Patient in die Klinik. Ich nenne ihn hier Willi, er war etwa Mitte dreißig und von Beruf Polizeibeamter, er lebte in Giesen. Sein psychisches Problem lag wohl in der Trennung von seiner damaligen Partnerin. Er saß an unserem Esstisch, mir gegenüber. Seine Art zu essen war schon eigenartig zum Bsp. morgens belegte er sich sein Brot mit dünnen Ingwerscheiben, abends kam noch Knoblauch dazu. Er wurde auch in meiner Gruppe therapiert, es war schon sehr anstrengend ihm zuzuhören. Er gab allen und allem die Schuld, er neigte zum absoluten Perfektionisten mit Null Toleranz, doch viel Arroganz. Die Trennung warf in aus der Bahn, richtig heftig mit Bourne Out. Es war die erste Märzwoche, an einem Freitag – morgens gegen 10 Uhr, der erste tolle Frühlings-Sonnenschein. Wir hatten Sport-Gymnastik auf dem Terrassenplateau, die Sonne wärmte schon ein wenig. Ich stellte mich so, dass rechts von mir der Schatten begann, alle anderen standen links von mir, im Sonnenschein. Willi kam, wie öfter, zu spät, direkt auf mich zu. Mit einer linken Handbewegung forderte er mich auf, ihm nach rechts in den Schatten Platz zu machen. Ich erwiderte ihm laut und deutlich: „Du kannst mich mal muscheln, geh mal schön selbst in den Schatten, wer zu spät kommt den bestraft das Leben.“ Daraufhin verließ er wutschnaubend das Plateau, alle um mich herum schüttelten nur den Kopf und sagten: „Was war denn das jetzt?“ Wir machten weiter, danach duschen und dann Mittagessen. Allerdings fehlte nun dieser Willi am Tisch. Beim Hauptgang trat unser Chefarzt mit schnellem Schritt in den Speisesaal, auf mich zu. Er forderte mich auf direkt mit ihm zu gehen. Erst esse ich hier zu Ende, dann komme ich zu ihnen. Der Chefarzt saß im Flur auf einem roten Ledersofa und wartete auf mich. Er kam auf mich zu packte mich am Kragen, schüttelte mich und schrie: “Was haben sie mit Willi ….. gemacht, er packt seine Koffer und will sofort abreisen. Ich laß mir nicht von ihnen die Patienten vergraulen.“ Ich forderte ihn auf mich sofort loszulassen und versuchte ihm zu erklären, was da auf dem Plateau wirklich geschah. Er ließ es einfach nicht zu und lief davon. Gott sei Dank, das Tun des Chefarztes blieb nicht ungesehen, mindestens noch fünf Mitpatienten und auch die Physiotherapeutin, die mit uns die Gymnastik trainierte, sahen diesen körperlichen Angriff. Ab diesem Moment ging es mir wirklich sehr schlecht und ich zog mich in meine Zelle zurück. Nun stand ich ungewollt im Mittelpunkt des Tages, der Tage, der Therapie. Nach dem Vorfall ergriff die Physiotherapeutin die Initiative, sprach mit allen Therapeuten, um dann mit dem Chefarzt zu reden. Bei diesem Gespräch stellten sie den Sachverhalt richtig und forderten den Chefarzt auf sich bei mir zu entschuldigen. Der Chefarzt fragte sich selbst: „Was habe ich da nur angerichtet, hätte ich doch erst einmal die Physiotherapeutin und Mitpatienten befragt.“ Nun war das Kind in den Brunnen gefallen. Ich lehnte eine Entschuldigung ab und da ich bald die Klinik verließ, wollte ich auch kein Abschlussgespräch mit dem Chefarzt. Die letzten Tage in der Klinik genoss ich in Fürsorge, ich wurde wieder stabil und fühlte mich rasch besser. Natürlich auch Dank Carla und allen anderen lieben Mitpatienten und Therapeuten, ich stand so im Mittelpunkt und das tat gut. Übrigens Willi ist an diesem Freitag noch abgereist, wir glaubten alle dass er nur einen Anlass gesucht hat. Der Chefarzt ist somit in eine perfekt inszenierte Falle getappt. Zum Abschied schenkten mir meine Mitpatienten eine kleine Schatzkiste mit vielen „Muscheln“. Nun endet hier meine Biografie, ich hoffe es war für Euch ein kurzweiliger Lesestoff, bleibt gesund und „Glückauf“.
 Als ich geboren wurde, habe ich geschrieen und alle um Mich herum haben gelacht. Ich lebe Mein Leben nun so, dass Ich, wenn ich sterbe, als einziger lache und alle anderen um Mich weinen...... 

-Anhang –         

 Erkenntnisse und Lehren aus meinem Leben

    „Meine Beharrlichkeit für gewisse Sachen hat ein Ende.“ 

Es liegt nicht daran, dass ich überheblich geworden bin, ich habe in meinem Leben einen Abschnitt erlangt, der keine Zeit mehr für schmerzhafte, abstoßende  oder schlechte Dinge aufbrauchen darf. 

Für Ironie, für aufbauschende, übertriebene Beurteilungen und Ansprüche jeglicher Art und Weise habe ich kein Verständnis, keine Ausdauer. 
Ich vergeude keine Zeit an diejenigen, die betrügen und unehrlich sind, die mobben und falsch beeinflussen. 

Ich habe beschlossen nicht mehr mit Verrenkungen, Vortäuschungen, Scheinheiligkeit, Unaufrichtigkeit und falscher Gunst zu koexistieren.  

Ich dulde weder zielgerichtete Bildung noch selbstgefälligen Akademisierungswahnsinn. Übertreibungen und Profilierungen öden mich an. 

An Klatsch- und Tratsch- Geschichten werde ich mich nie gewöhnen, noch beteilige ich mich an selbigen. 

Ich habe Probleme mit Menschen die keine Tiere mögen, Tiere schlecht behandeln oder sie gar quälen. 

Ich verabscheue Zerwürfnisse und Vergleiche. Meine Weltanschauung wird geprägt durch die Verschiedenheit und Andersartigkeit ihrer Menschen. Daher suche ich keinen Kontakt zu Menschen mit steifem und unbeweglichem Charakter.

Ein Defizit an Vertrauen, Indiskretion und Untreue haben in meinen Freundschaften keinen Platz. Genau wie das Fehlen von lobenden Äußerungen und Anerkennungen, Ermutigungen und Unterstützungen. 

Ich habe es aufgegeben, zu gefallen, zu lieben und zu lächeln – bei denjenigen, die mich nicht mögen, nicht lieben und nicht mit mir lachen – sie sind in meiner Zukunft unauffindbar. 

„Außerdem ist meine Geduld zu Ende, für alle die, die einfach nicht meine Geduld verdient haben.“ 

Uwe Heuser, Juli 2023 

         

          "Mit meiner Vergangenheit Frieden schließen" 

An meiner Vergangenheit festzuhalten, entweder durch Schuldgefühle, Sehnsucht, Verdrängung, Abneigung oder Groll, ist eine Vergeudung wertvoller Energie – Energie, die ich darauf verwenden kann, das Heute und das Morgen anders, besser, angenehmer oder sinnvoller zu gestalten.    Ich lebte in der Vergangenheit, entweder versuchte ich sie permanent zu ändern, oder ich ließ mich von ihr beherrschen. Meistens erfolgte beides.       
    Ich fühlte mich ständig schuldig für Dinge, die passiert waren; Dinge, die ich getan hatte; Dinge,  die andere mir angetan hatten – und obwohl ich die meisten Konflikte wieder gut gemacht hatte, saßen meine Schuldgefühle sehr tief verwurzelt. Alles war irgendwie mein Fehler. Nie konnte ich einfach loslassen. Jahrelang hielt ich an meiner Wut fest und redete mir ein, sie sei gerechtfertigt. Vieles verdrängte ich. Manchmal versuchte ich, meine Vergangenheit völlig zu vergessen, hörte jedoch nie wirklich auf, darin herumzustochern; meine Vergangenheit war wie eine dunkler Schatten, der mir überall folgte und den ich nicht loszuwerden vermochte. Es war der Schattenmann, der mich in der Depression verfolgte, der mir Angst und auch Panik bescherte . Dieser dunkle Schattenmann besuchte mich im Schlaf, nach ihm wollte ich treten, verfehlte ihn und meine Ferse schlug auf das Seitenbrett meines Bettes. Eine sehr schmerzhafte Begegnung mit meinem Schattenmann. Wahrscheinlich hatte ich Angst, mich davon zu lösen, fürchtete mich vor der Gegenwart, fürchtete mich vor der Zukunft.       
    Ich brauchte viele Jahre, bis ich die richtige Einstellung zu meiner Vergangenheit finden konnte. Ich begreife, dass ich nicht vergessen kann; ich muß mich davon heilen. Ich muß meine Gefühle, die ich immer noch -primär meine Wut-, spüren und sie dann loslassen.  
-Ich kann verzeihen, jedoch vergessen kann ich nicht-   
    Ich muß aufhören, mir selbst die Schuld für schmerzhafte Vorfälle und Konflikte zu geben, und darauf vertrauen, dass alles nach Plan geschah und alles wirklich seine Ordnung hatte und bis heute hat. 
    Ich habe gelernt, nichts mehr zu bedauern und zu bereuen, sondern dankbar zu sein.       
    Wenn ich an die Vergangenheit denke, danke ich für die Erinnerung und meine Genesung . Wenn etwas auftaucht, das Wiedergutmachung erfordert, begleiche ich sie und lasse dann das Ganze auf sich beruhen (abhaken). Hinter dem Pflug ist geackert...
    Ich habe gelernt, meine Vergangenheit auch mit den negativen Erlebnissen, mit verständnisvollen und klaren Augen zu betrachten.   Von einigen der schlimmsten Erfahrungen, die ich gemacht habe, bin ich geheilt worden. Ich habe Frieden mit mir geschlossen, habe begriffen, dass ich in der Lage bin, anderen Menschen in ihrem Genesungsprozess Beiseite zu stehen, weil ich mich von bestimmten Problemen befreit habe. 
    Ich habe begriffen, dass die schlimmsten Sachen dazu beigetragen haben, meinen Charakter zu festigen und einige meiner feinfühligen und sorgfältigen Eigenschaften stärker herauszuarbeiten.     
    Ich habe gelernt, dankbar zu sein für meine gescheiterten Beziehungen, da sie mich zu dem Menschen gemacht haben, der ich heute bin, und an den Ort geführt haben, an dem ich heute,  mit meiner Partnerin lebe .      
    Ich habe gelernt zu akzeptieren – ohne Schuld, Wut, Vorwurf oder Scham. Ich habe weiterhin gelernt, die Jahre zu akzeptieren, die ich mit den Gefühlen von Schuld, Wut, Scham und Vorwürfen zugebracht habe. Auch wenn es manchmal schwer war, es zu ertragen - nach diesem WARUM und WARUM ICH, zu fragen - .      
    Wir können über die Vergangenheit nicht verfügen, aber wir können sie umwandeln, wenn wir zulassen, davon geheilt werden, und sie in Liebe akzeptieren. Ich weiß es...   Meine Gefühle und meine Gedanken gehören dem Heute, dem Jetzt. 
    Ich bin nun dankbar für meine Vergangenheit. Ich kann nicht ändern, was geschehen ist, aber ich kann die Vergangenheit umwandeln, indem ich jetzt meine gesamte Kraft einsetze, sie zu akzeptieren, mich von ihr zu lösen, loszulassen  und daraus zu lernen, auch um das Leben zu genießen und am Alltag teilzunehmen... 

Uwe Heuser, September 2023

            

             "Erschöpfung und die Sehnsucht nach Echtheit" 

Ich bin erschöpft – nicht nur der Alltag ermüdet, das ganze Dasein, vom ständigen Funktionieren und Vergleichen. Es ist das Gefühl, laut sein zu müssen, während innerlich nur ein Flüstern bleibt. Das Weitermachen wird zur Routine, obwohl das Herz sich längst nach Ruhe sehnt. Dazwischen wächst in mir die Sehnsucht nach einem Ort, an dem ich einfach sein darf – sensibel, still, echt. Ein Platz ohne Maske, ohne Druck. Nur ich selbst, ohne Erwartungen, ohne die Notwendigkeit, stark zu sein. Trotz aller Müdigkeit bleibt die Hoffnung, dass es Räume gibt, in denen meine Seele atmen darf. Vielleicht braucht es – manchmal nur das stille Anerkennen dieser Müdigkeit, um ihr die Schwere zu nehmen. Ein sanftes Innehalten, ein tiefes Durchatmen, das mich daran erinnert – nicht immer muss ich alles aushalten. Es ist in Ordnung, verletzlich zu sein, sich zu wünschen, einfach gehalten zu werden – von mir selbst, von leiser Hoffnung, von einem Wort, das berührt. Und bestimmt eines Tages – öffnet sich dieser ersehnte Raum. Ein Ort, an dem meine Verletzlichkeit nicht als Schwäche, sondern als meine wahre Stärke gilt. Wo Sensibilität gefeiert wird, wo Verständnis wächst und wo ich spüre, dass ich angekommen bin – ganz bei mir selbst - das Leiden ein Ende findet. Bis dahin – lasse ich es zu, dass ich mich selbst mit Mitgefühl betrachten darf, gebe mir die Erlaubnis, langsam zu sein, unperfekt, ungeschönt, ja auch schwach und erschöpft. Ich vertraue darauf, dass Echtheit, so zart sie auch sein mag, immer ihren Platz findet. Denn dort, wo ich mich ehrlich zeige, beginnt echte Verbindung – mit mir und mit der Welt. Für alle – die sich genauso fühlen, diese Worte sind wie eine Hand auf dem Herzen. Du bist nicht zu sensibel, nicht zu viel, nicht falsch. Du bist genau richtig, so wie du bist. -  Echtheit ist wunderschön und wertvoll. 

                           Zusammenfassung 
Der Text beschreibt die tiefe Erschöpfung und das Bedürfnis nach Echtheit im Alltag. Er betont, wie wichtig es ist, sich selbst Mitgefühl zu schenken, Verletzlichkeit als Stärke zu akzeptieren und sich Zeit für Innehalten zu nehmen. Die Hoffnung auf einen Ort, an dem Sensibilität und Echtheit ihren Wert haben, zieht sich wie ein roter Faden durch den Text. Am Ende steht die Botschaft, dass wahre Verbindung und Selbstannahme dort entstehen, wo Menschen sich selbst ehrlich begegnen… 

Uwe Heuser im Juni 2025

Lebensweisheiten und Fakten

           Wahre Verbindung und innere Klarheit

Qualität statt Quantität

Mit der Zeit wurde mir deutlich: Es kommt nicht auf die Menge der Menschen im eigenen Leben an, sondern darauf, wer tatsächlich an meiner Seite steht. Nicht die Anzahl zählt, sondern die Tiefe der Zusammengehörigkeit.

Energie und Echtheit

Die Jagd nach der Masse verliert an Bedeutung. Stattdessen rückten echte Gefühle, eine klare Haltung, aufrichtiges Mitgefühl und authentische Energie in den Vordergrund. Oberflächliche Nähe verliert ihren Reiz, wenn Tiefe und Vertrauen fehlen.

Vertrauen und Ruhe

Bestätigung von außen ist nicht mein Ziel, sondern das Streben nach Vertrauen, innerer Ruhe und Wahrhaftigkeit. Ein ruhiger, klarer Kreis von Menschen ist für mich wertvoller, als jede laute Gesellschaft ohne Tiefe.

Bewusstes Auswählen

Nicht jede Person verdient einen Platz in meinem Leben und in meiner Zukunft. Manche bringen Unruhe, andere echte Verbindung. Es braucht die Fähigkeit zu erkennen, wer darf bleiben, wenn es schwierig wird, wer zuhört und wer statt Spannung Frieden bringt.

Selbstschutz und wahre Verbindung

Wer schlecht von und über mich redet, passt nicht in den geschützten Raum, der für das eigene Wohl geschaffen wird. Indem dieser Raum verteidigt wird, schütze ich mich selbst.Ich muss klare Grenzen ziehen und sie genauso klar auch ansagen.

Der Wert echter Beziehungen

Ehrliche, wahre Vereinigung wiegt mehr als jede oberflächliche Betrachtung. Ein Mensch, der Verständnis und Wachstum ermöglicht, ist wertvoller als zehn, die festhalten und nicht loslassen können.


Mit der Zeit wurde mir klar
 
Es zählt nicht, wie viele Menschen mich umgeben – sondern wer bei mir ist. Ich  jage nicht mehr der Menge hinterher. Ich achte auf Energie, auf echte Gefühle, auf Haltung, auf echtes Mitgefühl. Oberflächliche Nähe verliert ihren Glanz. Ich suche keine Bestätigung – ich suche Vertrauen, Ruhe, Echtheit.Ein stiller, klarer Kreis bedeutet mir mehr als eine laute Gesellschaft ohne Tiefe.Nicht jeder verdient einen Platz in meinem Leben, in meiner Zukunft. Manche bringen Chaos, nicht Verbindung. Ich habe  gelernt zu unterscheiden, wer bleibt, wenn´s schwierig wird? Wer hört zu? Wer bringt Frieden statt Spannung? Wer redet schlecht von mir, über mich.                                                                  Ich schütze meinen Raum – und damit mich selbst. Denn wahre Verbindung wiegt mehr als jede flüchtige Aufmerksamkeit. Ein Mensch der mich versteht, mich wachsen lässt, ist wertvoller als hundert, die mich festhalten.  

Uwe Heuser im Juli 2025 
                               

        Über Abschiede und Selbsterkenntnis

Es ist ganz normal, dass Menschen, die früher eine wichtige Rolle im eigenen Leben gespielt haben, mit der Zeit in den Hintergrund treten. Dieser Prozess kann schmerzhaft sein, doch manchmal ist genau das die richtige Entscheidung. Enttäuschungen gehören dazu – auch von Personen, denen man so etwas nie zugetraut hätte. Statt sich von schönen Worten blenden zu lassen, lohnt es sich, auf Taten zu achten, denn diese zeigen die wahre Haltung. Mit der Zeit wandelt sich die Enttäuschung. Nicht mehr die Handlungen anderer stehen im Mittelpunkt, sondern die eigene Naivität, überhaupt etwas anderes erwartet zu haben. Manchmal ist die Erschöpfung einfach nur da – ohne Ärger, Einsamkeit oder Unmut. Sie ist ein Zeichen dafür, dass die Seele eine Pause braucht. Ein Rückzug ist oft kein Zeichen von Kälte, sondern Ausdruck des eigenen Bedürfnisses nach Ruhe. Es geht nicht mehr darum, um Liebe, Respekt oder Aufmerksamkeit zu kämpfen, sondern zu erkennen, was wirklich wichtig ist. Wer einem nicht egal ist, wird auch im Schweigen zuhören, und wer einen vermisst, wird einen auch suchen. Ich verändere mich…  Das Leben zwingt mich dazu. Ein wenig die Enttäuschungen, ein wenig die Falschheit der Menschen, die ich nicht erwartet hätte. So ist das Leben…        Mit der Zeit verstehe ich die Dinge. Ein sensibles Gespür für Menschen und Situationen ist dabei von großer Bedeutung. Oft werden Lügen und Betrug intuitiv wahrgenommen – und diese Erkenntnis trifft besonders tief. Manche Begegnungen sind so wertvoll, dass man sie nie mehr verlieren möchte. Das Leben ist kurz. Deshalb sollte jeder das tun, was glücklich macht. Wichtig ist, sich nicht an Dingen festzuhalten, die einen verletzen. Wer loslässt, kann weitergehen und das finden, was wirklich guttut.                                     

Uwe Heuser im August 2025 

            Der sensible Mann, so tickt er!

Als sensibler Mann werde ich häufig fälschlicherweise als arrogant eingeschätzt. Dies liegt oft daran, dass ich in lauten oder hektischen Situationen still bleibe und mich zunächst lieber zurücknehme, statt mich in oberflächliche Gespräche einzubringen. Ich beobachte aufmerksam, höre zu und nehme Stimmungen, kleine Ungerechtigkeiten und Veränderungen in meiner Umgebung besonders schnell wahr – kaum etwas entgeht mir. Ein wichtiger Aspekt meiner Persönlichkeit ist die Bereitschaft, eine klare Meinung zu vertreten, selbst wenn diese unangenehm ist. Mein ausgeprägter Sinn für Fairness überwiegt dabei meist vor der Angst möglichen Reaktionen. Da ich als sensibler Mensche schneller ausgelaugt bin, ziehe ich mich häufiger zurück, um neue Energie zu tanken und um meine Akku´s aufzuladen. Mein Bedürfnis nach Rückzug und Ruhe wird von anderen oft als Kühle missverstanden, doch eigentlich handele ich vorausschauend: Ich erkenne Konflikte oder Probleme bereits, bevor diese offen zutage treten, und denke frühzeitig über mögliche Lösungen und deren Folgen nach. Meine Gefühlswelt als sensibler Mann ist besonders intensiv. Liebe, Freude, Angst, Schmerz, Trauer oder Leid werden von mir tiefer und stärker empfunden, auch wenn ich diese Empfindungen nicht immer nach außen zeige und vieles mit mir selbst ausmache, in mir selbst verarbeite... 

Uwe Heuser im September 2025

     Mit dem Blick zurück, das Leben verstehen

Irgendwann kam der Zeitpunkt, in dem ich merkte, dass all die schwere Zeit, die ich durchgemacht habe, mich nicht nur geformt haben, sondern die mich auch weitergebracht haben. Ich begriff, warum es so kam, wie es kam. Was früher wie ein Chaos wirkte, fügte sich zusammen und ergab einen Sinn. Die Umwege, der Schmerz, das Leiden, das Warten sie haben mich zu dem gemacht, der ich heute bin. Ich begann zu verstehen und schloss Frieden mit dem, was war. Ich sprach leise zu mir selbst – jetzt verstehe ich es. Viele sagten, ich hätte mich verändert. Doch keiner hat gefragt, was dazu geführt hat. Keiner sieht die Nächte, in denen ich gegen mein eigenen Selbstwerte angekämpft habe. Niemand hört die Gedanken, die ich still ertragen musste. Doch ich weiß es – und das reicht aus:  Jede Veränderung war ein Teil der Rückgewinnung. In meinem Leben gab es Momente an denen Enttäuschungen keine Rolle mehr gespielt haben. Nicht, weil sich Dinge gebessert hatten oder weil Menschen nun so agierten wie ich es mir wünschte, sondern weil ich aufgehört habe, zu erwarten, dass sie es tun. Ich zweifelte an mir, weil andere mir nicht den Wert gaben, den ich verdient hätte. Meine Erkenntnis daraus: Mein Wert hängt nicht von der Meinung anderer ab. Ich bin nicht da, um Erwartungen zu erfüllen. Ich bin hier, um meine Wahrheit zu leben – und die ist wichtiger und kostbarer, als es jegliche Fremdeinschätzung jemals sein könnte. Mein Leben ist kurz, zu kurz, um darauf zu warten, dass für mich die perfekten Momente kommen. Die knallharte Wahrheit ist es, sie kommen nie. Es gibt immer ein Risiko für mich, immer eine Hürde, eine Grenze, immer ein irgendwann, immer ein bald. Doch während ich warte, vergeht das Einzige, was wirklich kostbar ist – meine Zeit. Und irgendwann frage ich mich nicht, ob ich es geschafft habe – sondern ob ich es überhaupt versucht habe. Das Leben besteht aus Prüfungen, Herausforderungen, Bitterkeit, Schmerz, Leid und Tränen. Aber es besteht auch aus Erfolg, Hoffnung, Glück und Frohsinn. Der Weg ist nicht immer leicht, aber genau dann, wenn für mich das Leben unerträglich und härter wurde, habe ich festgestellt, dass ich stärker wurde. Ich blieb nie stehen und kämpfte jeden Tag weiter!                                   Ich kann verzeihen – doch vergessen kann ich nicht!

Uwe Heuser im Oktober 2025

      Reflexionen der Zeit –                                                                                        die Lehren der Jahre

Im Laufe der Zeit hat sich mein Leben grundlegend verändert. Die Jahre, die vergangen sind, haben mich geprägt und mein Denken sowie mein Verhalten nachhaltig beeinflusst. Ich habe gelernt, Situationen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten und mein Verständnis für Menschen und Ereignisse zu vertiefen. Mit zunehmendem Alter merke ich, dass ich meine Energie bewusster einsetze: Ich streite weniger, lasse mich seltener auf Diskussionen ein und halte mich mit ungefragten Ratschlägen zurück. Stattdessen wäge ich ab, wo mein Einsatz sinnvoll ist, und konzentriere mich auf das, was mir wirklich wichtig ist.

Wertvolle Beziehungen und Selbstfürsorge

Im Laufe der Jahre habe ich erkannt, welche Menschen in meinem Leben bleiben sollten. Die, die mir Zuneigung und Liebe schenken, sind mir besonders wichtig geworden. Wenn ich hingegen das Gefühl hatte, ignoriert oder nicht geschätzt zu werden, habe ich mich bewusst zurückgezogen. Ich habe gelernt, auf mich selbst zu achten: Was mir guttut, gönne ich mir, und was mich belastet, lasse ich los. Auf diese Weise sind zwar weniger Menschen an meiner Seite geblieben, doch diese Beziehungen sind umso wertvoller geworden. Die Bindung zu diesen wenigen Personen ist über die Zeit hinweg stärker und inniger geworden.

Persönliches Wachstum durch Erfahrungen

Die Jahre waren für mich ein ständiger Lernprozess, geprägt von Höhen und Tiefen. Es gab Momente, in denen ich an meinen Erfahrungen fast zerbrochen wäre, aber auch Phasen, in denen ich Heilung und Wachstum erfahren habe. Ich habe sowohl Siege gefeiert als auch Niederlagen hingenommen – und jedes einzelne Erlebnis hat mich etwas gelehrt. Besonders das Zulassen von Liebe und das Loslassen von Menschen und Situationen waren wesentliche Bestandteile meiner Entwicklung. Die Zeit selbst war mein größter Lehrmeister, und für all diese Lektionen bin ich sehr dankbar.

Bedeutung echter Verbindungen

Mit zunehmendem Alter wird mir immer klarer, dass es nicht darauf ankommt, wie lange ich jemanden kenne. Viel wichtiger ist, wie sehr ich mich von einem Menschen gesehen, verstanden, geschätzt und geliebt fühle. Die Tiefe einer Beziehung ist entscheidend, nicht ihre Dauer. Echte Verbindungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie aufrichtig und bedeutsam sind – sie geben dem Leben Sinn und Halt.

Vertrauen ins Bauchgefühl

Immer mehr lerne ich, meinem Bauchgefühl zu vertrauen. Wenn sich eine Situation für mich nicht richtig anfühlt, dann ist das meistens ein verlässliches Zeichen. Mein Bauch reagiert oft schneller als mein Kopf, der nach Erklärungen sucht, oder mein Herz, das noch an Altem festhält. Es ist nicht immer leicht, auf dieses Gefühl zu hören, doch ich weiß inzwischen, dass mein Bauchgefühl mich nicht täuschen will – es will mich vielmehr schützen, gerade vor Dingen, die mein Herz vielleicht noch schönreden möchte.

Stärke aus Verletzungen

Manchmal frage ich mich, wie mein Leben verlaufen wäre, wenn ich weniger Zeit gebraucht hätte, um Wunden zu heilen, für die ich selbst keine Verantwortung trug. Mittlerweile erkenne ich jedoch, dass auch aus diesen Verletzungen Kraft entstanden ist. Sie haben mich wachsen lassen und mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Aus Leid ist Stärke geworden, die mir hilft, das Leben bewusster und selbstbestimmter zu gestalten.

Uwe Heuser im November 2025

Vom Überleben zur Selbstakzeptanz                                    Mein  Weg zu innerer Ruhe

Psychologie und der Funktionsmodus

Es ist, was es ist, spricht die Psychologie. Wenn ich zu lange im Funktionsmodus lebe, verliert mein Körper das Gefühl der Lebendigkeit und schaltet stattdessen auf reines Überleben. In diesem Zustand fühle ich mich dauerhaft angespannt, innerlich leer und ständig auf Alarm. Mein System sucht unbewusst nach dem nächsten Problem, das gelöst werden muss. Selbst wenn Ruhe einkehrt, gelingt es mir nicht abzuschalten – mein Körper hat gelernt, dass vermeintliche Sicherheit trügerisch ist und jederzeit Gefahr drohen könnte. Das liegt nicht daran, dass ich empfindlich bin, sondern daran, dass mein Nervensystem vergessen hat, wie sich echte Ruhe, tiefe Geborgenheit und Entspannung anfühlen.

Veränderung und Selbstschutz

Im Laufe der Zeit habe ich mich verändert. Ich bin zu dem Mann geworden, der länger braucht, um zu antworten. Ich ziehe es vor, allein zu sein, denn Frieden spricht lauter als jede Stimme. Wenn die Energie in meinem Umfeld unangenehm wird, ziehe ich mich zurück – nicht aus Stolz, sondern als Schutz für mich selbst. Ich renne niemandem mehr hinterher. Wenn Gespräche enden, dann war es an der Zeit. Wenn Freundschaften gehen, dann war ihr Platz in meinem Leben wohl nie bestimmt. Ich entscheide mich bewusst für die Ruhe, nicht weil ich kalt geworden bin, sondern weil ich endlich gelernt habe, mich selbst zu verstehen.

Der Weg der Selbstfindung

Vielleicht war mein Weg nicht immer der einfachste. Oft bin ich gestolpert, habe gezweifelt oder gezögert. Doch heute erkenne ich, dass ich auf diesem Weg mehr über mich selbst gelernt habe als je zuvor. Jeder Schritt war wichtig, kein Umweg war vergeblich. Ich wachse – jeden Tag ein wenig mehr, es darf kein Weg in eine Sackgasse führen.

Akzeptanz und Hoffnung

Egal wie schwer das Leben für mich ist, egal wie sehr ich leide, egal was passiert oder wen ich verliere: Ich werde es überwinden. Es wird wehtun, und schlechte Erfahrungen gehören dazu, aber das Leben geht immer weiter. Eine wichtige Erkenntnis ist, dass es Menschen gibt, die mich mögen, die mich lieben und denen ich etwas bedeute. Menschen, die mich nicht verlieren wollen. Deshalb lebe, liebe, verzeihe und kämpfe ich. Ich muss nur auf mich aufpassen und niemals aufgeben.

Uwe Heuser im Dezember 2025

Dies und Das

Mein Lieblingspoet, der auch ein Lebenlang melancholisch war, ist Hermann Hesse. Hier nun mein Lieblingsgedicht von, ihm geschrieben.

                                                              Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch die Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jeder Lebensstufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginn,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und uns hilft zu leben.

Wir sollen Heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmen der Gewöhnung sich entraffen.
Er wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegensenden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…
Wohlan dem Herz, nimm Abschied und gesunde!

 

I
Im Rücken die Ostsee – Zu Füssen die Küste bei Laboe – Links die Kieler Förde                                                                           

                                                              „Blasse Tage“

Alle unsere blassen Tage
Türmen sich in stiller Nacht
Hoch zu einer grauen Mauer.
Stein fügt immer sich an Stein.
Aller Stunden Trauer
Schließt sich in die Seele ein.

Träume kommen und zerfließen
Gleich Gespenstern, wird es Tag.
In uns bleibt das ewig zage
Fassen nach dem bunten Scherben,
Und im Schatten blasser Tage
Leben wir, weil wir nicht sterben.

                                 Mascha Kaléko

 

Frage

O Menschenherz, was ist dein Glück?
Ein rätselhaft geborner
und kaum gegrüßt, verlorner
unwiederholter Augenblick

                             – Nikolaus Lenau –

Ronja          und          Krümel

 

                                       

                                             “ Sonne“

Wo Lilien blüh´n im finstren Mondlicht
da willst Du sein doch bist Du´s nicht
Wo Rosen blüh´n im schönsten Sonnenschein
da bist nicht – doch willst Du´s sein
Wo all Dein Müh´ an Kraft zerbricht
da bist Du nicht – doch willst, musst Du sein
Wo all Dein Müh´ im Tatendrang erlischt
sich in Fieberträume mischt
die all´ Dein Müh´n in Gluten taucht –
Wach auf, lass Dich drauf ein.

Sie steigt auf, senkt sich hernieder
sie stoppt nicht ihren Lauf
sie zieht so ewig ihre Bahn
und niemand hält sie auf
sie steigt auf, senkt sich hernieder
stoppt nie, hat keine Angst –
so füge Dich in ihren Lauf
solang Du gehen kannst.

Und wenn sie doch auf ihrer Reise
Dunkelheiten hinterlässt
ihrem Bruder sie dann weise
sanften Schimmer überlässt
wird plötzlich dann das grelle Licht
nicht mehr wichtig sein für Dich
weil Du den Weg erhellt geseh´n
und nun im ihn kannst im Dunkeln geh´n
wo Lilien blüh´n im finstren Mondeslicht –

                                Lass Dich drauf ein…!
Versteck Dich nicht…!                                           

                                                                                                                    Text: Letzte Instanz

 

Was immer Du tun kannst                                            Oder wovon Du träumst – fang damit an                              Mut hat Genie, Kraft und Zauber in sich“

 

                                „Eine neue Tür“

Ich kann diesen Blick in deinen Augen sehen
Du benötigst etwas, das du nicht finden kannst
Du bist zu müde um den Schmerz anzuhalten
Du hast nicht die Kraft die Herrschaft auszuhalten

Du bist ab vom Weg

Ich weiß, dass du es nicht ertragen kannst
Ich weiß, dass du es nicht länger ertragen kannst
Ich weiß, dass du es nicht verdecken kannst
Ich weiß, dass du es nicht länger verdecken kannst

Jetzt ist es Zeit für dich eine neue Tür zu öffnen

                                                                                         Lenny Kravitz

 

Wenn sich das Tor des Glücks schließt, öffnet sich ein anderes, wir schauen aber oft zu lange auf das geschlossene Tor, sodass wir das geöffnete nicht sehen.

 

Resilienz, auch ein lebenslanger Prozess des Werdens.

Obwohl in frühen Lebensjahren entstanden, braucht Resilienz Zeit zum individuellen Wachstum; immer wieder in Prozessen und wechselnden Situationen des Lebens. Die nachfolgende Geschichte zeigt symbolisch, was damit gemeint ist. Selbsterkenntnis, Selbstverantwortung, Reflexion, Erwachsen werden und lebenslanges Lernen sind eng damit verbunden.

Veränderung

Autobiographie in 5 Kapiteln

1.
Ich gehe eine Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig. Ich falle hinein.
Ich bin verloren. Ich bin ohne Hoffnung.
Es ist nicht meine Schuld.
Es dauert endlos wieder herauszukommen.

2.
Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich tue so als sähe ich es nicht.
Ich falle wieder hinein.
Ich kann es nicht glauben, schon wieder am gleichen Ort zu sein.
Aber es ist nicht meine Schuld.
Immer noch dauert es sehr lange, herauszukommen.

3.
Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich sehe es.
Ich falle immer noch hinein, aus Gewohnheit.
Meine Augen sind offen.
Ich weiß wo ich bin.
Es ist meine eigene Schuld.
Ich komme sofort heraus.

4.
Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich gehe drumherum.

5.
Ich gehe eine andere Straße………..

Rinpoche, Tibetisches Buch vom Leben und Sterben

 

2 Zeitungsartikel, Dienstag 08. August 2023 Westerwaldzeitung

Pädagogin: Kinder brauchen mehr Grenzen. Marion Milbradt aus Hachenburg äußert sich zur wachsenden Gewalt durch Minderjährige…

Experte: Mehr verbale Attacken durch Kinder. Beim Jugendamt stellt Burkard Fluck Verrohung des Verhaltens unter Minderjährigen insbesondere seit Corona fest.

Leserbrief, Samstag 12. August 2023 Westerwald Zeitung

„Heute übertreiben es die Kinder“

Grundübel bei all dieser Debatte ist, meiner Meinung nach, der Handy-Konsum der Kinder und Jugendlichen. Der Umgang und die Auseinandersetzung mit dieser legalen Droge. Die Corona-Zeit hat seines dazu beigetragen. Die Kinder und Jugendlichen verbrachten noch mehr Zeit, die sie dadurch hatten, mit sozialen Medien. Was die Kinder schon in frühester Kindheit hier zu sehen bekommen, ist einfach nur ekelhaft und absolut entfremdend. Kinder werden mit diesem Stoff allein gelassen das Analoge verschmilzt mit dem Digitalen. Ein wahrerer Wettbewerb untereinander ist die Folge, die Gewalt eskaliert, es gibt kaum ein Halten, es wird ja so in den sozialen Medien dargestellt, gar verharmlost. Das Setzen von Grenzen ist kaum mehr möglich. Alle Erziehungsmaßnahmen wurden abgestellt, selbst Stubenarrest oder Handyverbot ist, nach Meinung der sogenannten Experten, seelische Grausamkeit. Welche Möglichkeit haben denn die Eltern, wenn das Reden nicht mehr hilft? Keine! Früher haben die Eltern es oft übertrieben, doch heute übertreiben es die Kinder. Die Kinder formen sich die Eltern so, wie sie es brauchen. Die Anleitung dazu erhalten sie natürlich aus den sozialen Netzwerken. Es ist auch relativ einfach zu behaupten, dass die Kinder aus Gewaltfamilien ebenfalls oder überwiegend zu Gewalt neigen. Nein, hier und heute geht das durch die gesamte Gesellschaft. Je früher die Kinder die Grenzenlosigkeit erfahren, desto schneller werden sie auch grenzenlos handeln. Da helfen auch keine Pädagogen im Kinderhort oder in der Schule – hier ist einzig die Erziehung im Elternhaus fruchtbar. Und hier stimmt es einfach nicht mehr in unserer Wohlstandsgesellschaft. Vorbild, Respekt und Autorität sind gefragt, und nicht nur im Elternhaus. Wir brauchen Lehrer die lehren, und keine die Angst haben. Wir brauchen alle das, was alle haben, sich aber nicht trauen Mut. Mut, etwas zu ändern, und das fängt beim Handy beziehungsweise Internet an.

Uwe Heuser, Nauort

Der Gelassenheitsspruch


Ich wünsche mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen die ich nicht ändern kann; den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit das eine vom anderen zu unterscheiden. 

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Ich wünsche mir die Gelassenheit, diejenigen zu akzeptieren, die ich nicht ändern kann, den Mut denjenigen zu ändern, den ich ändern kann, und die Weisheit, zu erkennen, dass ich derjenige bin.

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Wenn sich das Tor des Glückes schließt, öffnet sich ein anderes, wir schauen aber oft zu lange auf das geschlossene Tor, sodass wir das geöffnete nicht sehen.

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Ich habe die Hoffnung, auf eine bessere Vergangenheit, aufgegeben…
Hinter dem Pflug ist geackert …
Früher war die Zukunft auch besser …
Wer die Gegenwart genießt, hat auch in der Zukunft eine genussvolle Vergangenheit …

Verachtet mir die Meister
nicht und ehret ihren Stand,
denn als das deutsche Handwerk
blühte, blühte auch das Land.“
   

 

Elefantenvertreibung

In einer Fußgängerzone steht ein Mann und klatscht alle 10 Sekunden in die Hände. Als ein Passant ihn fragt, was er denn tue, antwortet er: „Ich vertreibe die wilden Elefanten“. Erstaunt entgegnet der Passant: „Aber hier sind doch gar keine Elefanten.“ Worauf der klatschende Mann zufrieden lächelt und feststellt: „Sehen Sie, das Klatschen wirkt“.

Paul Watzlawick

Watzlawick wollte damit auf zwei Dinge verweisen: Einerseits auf die Sinnlosigkeit, mit großem Aufwand ein Problem zu bekämpfen, das gar nicht existiert. Andererseits aber auch um die Selbstüberschätzung mancher Menschen bloßzustellen, eine problemfreie Situation eigenen Aktivitäten zuzuschreiben.

 

An die Melancholie


Du geleitest mich durchs Leben,
Sinnende Melancholie!
Mag mein Stern sich strahlend heben,
Mag er sinken - weichest nie!


Führst mich oft in Felsenklüfte,
Wo der Adler einsam haust,
Tannen starren in die Lüfte
Und der Waldstrom donnernd braust.


Meiner Toten dann gedenk ich,
Wild hervor die Träne bricht,
Und an deinen Busen senk ich
Mein umnachtet Angesicht.




Frage

O Menschenherz, was ist dein Glück?
Ein rätselhaft geborner
und kaum gegrüßt, verlorner
unwiederholter Augenblick...


Nikolaus Lenau

Ich bin Ich

                                                            Ich vergesse es nie:                                                         Ich will nicht darum trauern was ich verloren habe, ich freue mich über das, was ich gefunden habe.

                                                            Ich vergesse es nie:                                                          Ich will nicht darüber klagen was mir genommen wurde, ich freue mich über das, was ich erhalten habe.

Du bist Du

Vergiss es nie:
Das du lebst, war keine eigene Idee,
und das du atmest, kein Entschluss von dir.
Vergiss es nie:
Das du lebst, war eines anderen Idee,
und das du atmest, ein Geschenk an dich.
Du bist gewollt:
Kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur,
ganz egal, ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur,
du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu.
Du bist du, das ist der Cloud, ja du bist du.
Vergiss es nie:
Niemand denkt und fühlt und handelt so wie du,
und niemand lächelt, so wie du es gerade tust.
Niemand sieht den Himmel ganz genau wie du,
und niemand hat je, was du weißt, gewusst.
Vergiss es nie:
Dein Gesicht hat niemand sonst auf dieser Welt,
und solche Augen hast allein du.
Vergiss es nie:
Du bist reich, ob mit, ob ohne Geld;
denn du kannst leben! –
Niemand lebt wie du.